IT-Sicherheit

Identity & Access Management: SSO, MFA und klare Rechte

Jede Anwendung mit eigener Benutzerverwaltung ist ein Risiko und ein Zeitfresser. Zentrales Identity- und Access-Management bündelt die Anmeldung, erzwingt starke MFA und sorgt dafür, dass Rechte beim Eintritt entstehen und beim Austritt wirklich verschwinden. Zugriffskontrolle und Mehr-Faktor-Authentifizierung gehören zu den Maßnahmen, die NIS2 von betroffenen Einrichtungen erwartet. Einen Überblick dazu gibt der NIS2-Hub.

Infografik: Zentrales Identity- und Access-Management Infografik: Identitäten von Mitarbeitenden, Partnern und Service-Konten werden über eine zentrale IAM-Plattform mit SSO, MFA und zentralen Policies an Anwendungen angebunden: ERP und CRM, Web- und SaaS-Apps sowie Server- und Admin-Zugänge. Typische Plattformen: authentik, Keycloak, AD/LDAP. IDENTITÄTEN IAM ANWENDUNGEN Mitarbeitende Partner Service-Konten IAM SSO · MFA · zentrale Policies ERP / CRM Fachanwendungen Cloud / SaaS Web- und SaaS-Apps Server / Admin SSH · RDP · Konsolen authentik Keycloak AD / LDAP

Ein Login, klare Rechte

  • SSO statt Passwort-Wildwuchs über viele Tools
  • Rechte folgen der Rolle, nicht dem Zuruf

Konten unter Kontrolle

  • Eintritt, Wechsel und Austritt sauber automatisiert
  • Verwaiste Konten und Schatten-Zugänge verschwinden

MFA, die Versicherer überzeugt

  • Phishing-resistente Anmeldung mit Passkeys und YubiKey
  • Nachweisbar für NIS2 und Cyberpolice

Selbst-Check

Wann Identitäten zum Sicherheitsthema werden.

Wer darf was, und wer hat es freigegeben? Daran merken Sie, ob ein IAM überfällig ist.

  • Jede Anwendung hat ihre eigene Benutzerverwaltung und ihr eigenes Passwort.
  • Beim Austritt von Mitarbeitenden bleiben Konten und Zugriffe bestehen.
  • Wer worauf Zugriff hat, lässt sich nicht schnell und sauber beantworten.
  • MFA fehlt oder gilt nur für einen Teil der Systeme.
  • NIS2 oder die Cyberversicherung verlangen starke Authentifizierung und Nachweise.

Lösungsansätze

Drei Wege zur zentralen Identität.

Welche Plattform passt, hängt von Anwendungen, Bestand und Team ab. Häufig bleibt das Verzeichnis bestehen, während eine moderne Identity-Plattform SSO und MFA davorsetzt.

Variante A

authentik als Plattform

Zentrale Open-Source-Identity-Plattform für SSO, MFA und Self-Service, mit OpenID Connect und SAML. Schlank, modern und selbst gehostet, mit voller Datenhoheit.

Variante B

Keycloak für Föderation

Keycloak einführen lohnt sich dort, wo komplexere Föderation, mehrere Realms und ein breites Anwendungsökosystem gefragt sind. Die etablierte Plattform überzeugt durch Reife, offenen Quellcode und umfangreiche Integrationsmöglichkeiten.

Variante C

Bestand & Verzeichnis

Vorhandenes Active Directory bleibt nutzbar, oder wir lösen es quelloffen mit Samba 4 oder Univention ab. SSO und MFA setzen wir sauber davor.

Weitere Bausteine

IAM ist mehr als ein gemeinsames Passwort.

Single Sign-on (SSO)

Ein Login für viele Anwendungen, über OpenID Connect und SAML angebunden.

Phishing-resistente MFA

Passkeys, WebAuthn und YubiKey statt anfälliger SMS-Codes.

Joiner-Mover-Leaver

Rechte automatisch beim Eintritt, Wechsel und Austritt anpassen.

Rollen & Least Privilege

Zugriff nach Rolle: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Privileged Access (PAM)

Zeitlich begrenzte Admin-Rechte, Freigaben und optional Session Recording.

Self-Service & Provisioning

Passwort-Reset und Konten-Bereitstellung ohne Ticket-Stau, per SCIM angebunden.

Vorgehen

Von verteilten Konten zur zentralen Identität.

01

Identitäten & Quellen

Wer existiert wo: AD, LDAP, HR-System, externe Partner und Service-Konten erfassen.

02

Anwendungen anbinden

Wichtige Anwendungen über OpenID Connect oder SAML an die zentrale Identität koppeln.

03

MFA & Policies

Starke Authentifizierung und Zugriffsregeln nach Rolle und Risiko festlegen.

04

Lifecycle automatisieren

Eintritt, Wechsel, Austritt und Provisionierung automatisch abbilden.

05

Audit & Rezertifizierung

Zugriffe protokollieren und Berechtigungen regelmäßig überprüfen.

Technische Bausteine

Womit wir Identität und Zugriff aufbauen.

Eine Auswahl der Bausteine, die wir zum Beispiel einsetzen.

Identity-Plattform

authentik Keycloak FreeIPA

Verzeichnisdienst

Active Directory Samba 4 Univention LDAP

Protokolle & Föderation

OpenID Connect SAML OAuth2 SCIM RADIUS

Starke Authentifizierung

Passkeys WebAuthn YubiKey TOTP MFA

Zugriff & Rollen

RBAC Least Privilege Gruppen PAM Policies

Lifecycle & Audit

Provisioning Onboarding Offboarding Rezertifizierung

Aus der Praxis

Wofür eine zentrale Identität im Alltag sorgt.

Onboarding

Neue Mitarbeitende haben am ersten Tag die richtigen Zugänge.

Offboarding

Beim Austritt werden Zugänge über den IAM-Prozess systematisch entzogen, für angebundene Anwendungen unmittelbar.

Partner & Extern

Externe erhalten begrenzten, befristeten Zugriff auf das Nötige.

Admin-Zugriff

Privilegierte Rechte nur auf Zeit und nachvollziehbar protokolliert.

AD-Ablösung

Microsoft AD quelloffen mit Samba 4 oder Univention ersetzen.

Im Betrieb weitergedacht

Zugriffsschutz hält nur im laufenden Betrieb.

Ein IAM-System ist kein Einmalprojekt: Konten, Rollen und Richtlinien müssen laufend aktuell gehalten werden, damit der Schutz nicht durch Drift oder ungepflegte Systeme erodiert.

Bevor das nächste Konto verwaist

Fragen zu Identity & Access.

Antworten auf typische Fragen zu authentik, Keycloak, Active-Directory-Anbindung, MFA, Lebenszyklus und SSO für Cloud und SaaS.

IAM-Konzept besprechen

Identity & Access Management (IAM) bezeichnet die Gesamtheit der Prozesse und Systeme, die sicherstellen, dass Nutzer und Geräte nur auf die Ressourcen zugreifen können, die sie tatsächlich benötigen. Es umfasst Authentifizierung, Autorisierung, Single Sign-on, den Lebenszyklus von Konten sowie starke Verfahren wie Passkeys, MFA und rollenbasierte Zugriffssteuerung.

Beide sind quelloffen und stark. authentik ist schlank, modern und bringt Self-Service und MFA komfortabel mit. Keycloak ist sehr reif und spielt seine Stärken bei komplexer Föderation, vielen Realms und großem Ökosystem aus. Welche Plattform passt, entscheidet sich an Ihren Anwendungen, Ihrem Team und dem Bestand. Vorhandenes AD oder LDAP lässt sich in beiden Fällen weiternutzen.

Nein. Das Active Directory kann die führende Identitätsquelle bleiben; SSO und MFA setzen wir davor. Wer bewusst aus der Lizenz- oder Plattformbindung will, kann AD quelloffen mit Samba 4 oder Univention ersetzen. Beides ist möglich, wir entscheiden es anhand Ihrer Anforderungen.

Phishing-resistente Verfahren zuerst: Passkeys, WebAuthn und Hardware-Token wie YubiKey sind deutlich sicherer als TOTP-Apps, und beide klar besser als SMS-Codes. Wir wählen die Methode passend zu Nutzergruppe und Risiko und sorgen dafür, dass sie für Versicherer und NIS2 belegbar ist.

Über einen sauberen Joiner-Mover-Leaver-Prozess: Konten und Rechte entstehen beim Eintritt, ändern sich beim Wechsel und werden beim Austritt automatisch entzogen. Eine regelmäßige Rezertifizierung sorgt dafür, dass niemand stillschweigend Rechte ansammelt, die er nicht mehr braucht.

Ja. Über OpenID Connect und SAML binden wir interne Anwendungen ebenso an wie Cloud-Dienste und SaaS, einschließlich Microsoft 365. So gilt ein Login mit starker MFA über die gesamte Landschaft, statt nur für einen Teil.

Der nächste Schritt

Klären wir, wer bei Ihnen worauf zugreift.

Wir bringen Identitäten, Anwendungen und Berechtigungen in eine zentrale, nachvollziehbare Struktur, mit starker Authentifizierung und automatisiertem Lebenszyklus. Analyse und technische Umsetzung erfolgen standortübergreifend. Rollen- und Berechtigungsworkshops moderieren wir für Unternehmen rund um Böblingen und Stuttgart sowie in Baden-Württemberg auf Wunsch auch vor Ort.

Anfrage per E-Mail senden oder Formular ausfüllen