WAN & Internet

Richtfunk verbindet, wo kein Kabel liegt.

Internetanbindung und Standortverbindung über Funkstrecken, überwiegend auf Basis von Ceragon- und Siklu-Systemen, umgesetzt mit unserem spezialisierten Partner Link2Air. Für die letzte Meile ohne Glasfaser, für die performante Kopplung von Hallen und Campusgeländen und als zweiter Weg für die Medienredundanz.

Glasfaser Funk / Richtfunk Glasfaser Funk-POP Internet LETZTE MEILE · PUNKT-ZU-PUNKT Standort A Richtfunk HALLEN / CAMPUS · PUNKT-ZU-MEHRPUNKT Werk / Standort B MEDIENREDUNDANZ · GLAS + FUNK Standort C

Letzte Meile ohne Tiefbau

  • Internet per Funk, wo keine Glasfaser liegt
  • Schnell verfügbar, ohne monatelange Baumaßnahme
  • Spart die hohen Tiefbaukosten einer eigenen Glasfasertrasse

Standorte performant koppeln

  • Punkt-zu-Punkt zwischen Gebäuden und Hallen
  • Hohe Bandbreite auf dem eigenen Gelände, ohne Mietleitung
  • Niedrige Übertragungslatenz auf der Funkstrecke, im Sub-Millisekunden-Bereich

Zweiter, unabhängiger Weg

  • Funk als Backup zu Glasfaser oder LTE/5G
  • Medienredundanz auf physisch getrenntem Pfad

Selbst-Check

Wann Richtfunk die richtige Wahl ist.

Glasfaser fehlt oder dauert zu lange? In diesen Fällen ist eine Funkstrecke die schnellere Antwort.

  • Am Standort liegt keine Glasfaser, und der Ausbau dauert oder kostet zu viel.
  • Zwei Gebäude oder Hallen auf dem Werksgelände sollen performant verbunden werden, ohne eigene Trasse.
  • Eine Mietleitung zwischen Standorten ist teuer oder schlicht nicht verfügbar.
  • Sie brauchen einen zweiten, physisch getrennten Weg für die Redundanz.
  • Eine temporäre Anbindung (Baustelle, Erweiterung, Interim) muss schnell stehen.
  • Glasfaser ist beauftragt, soll aber bis zur Fertigstellung per Funk überbrückt werden.

Anwendungsfälle

Wofür wir Funkstrecken einsetzen.

Schwerpunkte, nicht Grenzen. Welcher Weg passt, hängt von Distanz, Sichtverbindung, Bandbreite und Verfügbarkeitsanspruch ab.

Anwendung

Letzte Meile per Funk

Internetanbindung über eine Funkstrecke zum nächsten Glasfaser- oder Einspeisepunkt, wenn am Standort kein Glas verfügbar ist.

Topologie

Punkt-zu-Punkt

Eine dedizierte Strecke koppelt zwei Standorte oder Gebäude direkt, mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz.

Topologie

Punkt-zu-Mehrpunkt

Eine zentrale Basis bindet mehrere Empfänger in Sichtweite an, wirtschaftlich bei verteilten Standorten oder Hallen.

Anwendung

Hallen- & Campusvernetzung

Gebäude auf einem Werks- oder Campusgelände ohne eigene Glasfasertrasse performant untereinander verbinden.

Verfügbarkeit

Medienredundanz

Funk als zweiter Weg neben Glasfaser oder LTE/5G, auf physisch getrennter Strecke, damit ein Trassenschaden nicht alles trifft.

Technik

Terragraph & mmWave

Dichte 60-GHz-Mesh- und mmWave-Strecken für hohe Bandbreite auf kurzen Distanzen, wo das Szenario passt.

Vorgehen

Von der Sichtprüfung zur stabilen Strecke.

01

Standortanalyse

Sichtverbindung, Distanz, Hindernisse, benötigte Bandbreite und die Gegebenheiten an beiden Enden klären.

02

Funkplanung

Frequenzband, Antennen, Kapazität und Pegelreserve gemeinsam mit unserem Partner Link2Air planen.

03

Aufbau & Ausrichtung

Montage, Ausrichtung und Einmessung der Strecke, sauber dokumentiert.

04

Integration & Test

Anbindung an Routing und Firewall, Durchsatz- und Stabilitätsmessung, bei Bedarf Failover-Test.

Technische Bausteine

Womit wir Funkstrecken aufbauen.

Schwerpunkt sind Systeme von Ceragon und Siklu, die seit der Übernahme zu einem Hersteller gehören: von lizenziertem Mikrowellen-Richtfunk über E- und V-Band bis zu Long-Haul-Strecken, mit Kapazitäten bis in den zweistelligen Gbit-Bereich. Eine Auswahl der Bausteine, die wir zum Beispiel einsetzen.

Hersteller & Systeme

Ceragon FibeAir IP-20 Ceragon IP-50 IP-50E (E-Band) IP-20LH (Long-Haul) Siklu EtherHaul Siklu MultiHaul TG (Terragraph)

Frequenzbänder

Mikrowelle 4-42 GHz E-Band 71-86 GHz V-Band 57-66 GHz mmWave

Kapazität

ab ~1 Gbit/s bis 10 Gbit/s (E-Band) bis 20 Gbit/s (XPIC) Multi-Band

Topologien

Punkt-zu-Punkt Punkt-zu-Mehrpunkt Mesh / Terragraph Backhaul

Netzanbindung & Sync

Routing-Integration Firewall-Übergabe feste öffentliche IPs SyncE / IEEE 1588v2

Redundanz & Betrieb

Glasfaser + Funk LTE/5G + Funk Failover-Test Monitoring

Frequenzen & Lizenzierung

Welches Band passt, ist eine Abwägung.

Richtfunk arbeitet im Mikrowellenbereich von rund 2 bis 86 GHz in direkter Sichtverbindung (Line of Sight). Distanz, Datenrate und Standort entscheiden über das Band, dazu kommt die Lizenzpflicht.

Lizenzpflichtig

Exklusiv von der Bundesnetzagentur zugeteilt, dadurch geschützt und planbar störungsfrei.

4 GHz6 GHz13 GHz18 GHz23 GHz26 GHz38 GHz71-76 / 81-86 GHz (E-Band)

Lizenzfrei

Allgemein zugeteilt und ohne Einzelgenehmigung sofort nutzbar, dafür höheres Störrisiko durch andere Funkdienste.

2,4 GHz5 GHz57-66 GHz (V-Band)

Frequenzwahl: Reichweite gegen Datenrate

Niedrigere Frequenz (unter etwa 10 GHz): mehr Reichweite, bis etwa 50 km, und mehr Schlechtwetterreserve durch geringere Regendämpfung. Höhere Frequenz (ab etwa 10 GHz bis E-Band): höchste Datenraten bis in den zweistelligen Gbit-Bereich, dafür kürzere Distanzen und regenempfindlicher.

Aus der Praxis

Typische Szenarien.

Häufige Ausgangslagen, keine Einschränkung auf genau diese Fälle. Entscheidend ist, was verbunden werden soll und wie verfügbar es sein muss.

Werksgelände

Produktionshallen ohne eigene Trasse performant untereinander verbinden.

Letzte Meile

Standort ohne Glasfaser per Funk an den nächsten Einspeisepunkt anbinden.

Campus

Mehrere Gebäude eines Campus mit hoher Bandbreite koppeln, ohne Tiefbau.

Medienredundanz

Funk als physisch getrennter zweiter Weg neben der Glasfaser.

Glasfaser-Überbrückung

Beauftragten Glasfaserausbau bis zur Fertigstellung per Funk überbrücken.

Temporäre Anbindung

Baustelle, Interim oder Erweiterung schnell und performant anbinden.

Sie haben Fragen?

FAQ

Antworten zu Stabilität, Frequenzlizenzen, Bandbreite, Terragraph, Wetter und zur Zusammenarbeit mit unserem Partner Link2Air.

Funkstrecke prüfen

Richtig geplant erreicht eine Funkstrecke Carrier-Grade-Verfügbarkeit. Vor allem lizenzierter Richtfunk wird über Pegelreserve und Frequenzwahl typischerweise auf 99,99 bis 99,999 Prozent im Jahresmittel ausgelegt, also rund 5 bis 53 Minuten Ausfall pro Jahr; lizenzfreie Bänder liegen wegen möglicher Störer meist etwas darunter. Entscheidend sind freie Sichtverbindung, passendes Frequenzband, Antennenwahl und eine Pegelreserve für Wetter. Wir planen mit unserem Partner Link2Air entsprechend Reserve ein und messen die Strecke nach dem Aufbau ein. Wo höchste Verfügbarkeit gefordert ist, kombinieren wir Funk mit einem zweiten Medium.

Das hängt vom Band ab. Lizenzfrei und ohne Einzelgenehmigung nutzbar sind unter anderem 2,4 und 5 GHz sowie das V-Band um 57 bis 66 GHz, dafür mit höherem Störrisiko durch andere Funkdienste. Lizenzpflichtig und exklusiv von der Bundesnetzagentur zugeteilt sind die klassischen Mikrowellenbänder von 4 bis 38 GHz und das E-Band (71 bis 86 GHz), dafür geschützt und planbar störungsfrei. Welches Band sinnvoll ist, hängt von Distanz, Umgebung und Verfügbarkeitsanspruch ab; das klären wir in der Funkplanung.

Je nach Frequenzband und System reicht das von rund 1 Gbit/s im 60-GHz-Band (Allgemeinzuteilung, keine Einzellizenz) bis zu 10 Gbit/s im E-Band (70/80 GHz), mit XPIC auch bis etwa 20 Gbit/s. Wir setzen überwiegend Ceragon- und Siklu-Systeme ein. Die realistisch erreichbare Bandbreite ergibt sich aus Distanz, Sichtverbindung und gewähltem System und wird in der Planung bestimmt.

Terragraph ist eine 60-GHz-Mesh-Technik für dichte Punkt-zu-Mehrpunkt-Vernetzung, etwa auf Campusgeländen oder in Arealen mit vielen Empfängern in Sichtweite. Wo das Szenario passt, ist es eine wirtschaftliche Alternative zu vielen einzelnen Strecken.

Regen und Nebel dämpfen vor allem hohe Frequenzen wie mmWave. Das wird über Pegelreserve, Frequenzwahl und Streckenlänge eingeplant. Moderne Systeme nutzen zusätzlich adaptive Modulation (ACM): Bei Dämpfung schalten sie unterbrechungsfrei auf eine robustere Modulation herunter, etwa von hohem QAM auf QPSK, und halten die Verbindung aufrecht. Das hält die Verfügbarkeit hoch; im Starkregen sinkt kurzzeitig die Spitzenkapazität, nicht die Verbindung. Wir planen deshalb eine definierte Basisrate für den Schlechtwetterfall ein und behandeln die hohe Datenrate als Reserve für klare Bedingungen. Für kritische Anbindungen kombinieren wir Funk zusätzlich mit einem zweiten Medium, sodass auch der Ausfall einer ganzen Strecke aufgefangen wird.

Über Carrier-Bonding lässt sich eine kapazitätsstarke E-Band-Strecke mit einer klassischen Mikrowellenstrecke koppeln, etwa mit Ceragons IP-50-Plattform. So gibt es hohe Bandbreite und zugleich die robustere Verfügbarkeit der tieferen Frequenz, weil das E-Band bei Regen früher dämpft. Im Extremfall sinkt dann nur die Spitzenkapazität, statt dass die Strecke ausfällt.

Planung, Integration in Routing und Firewall sowie den Betrieb verantworten wir. Die Funkstrecke selbst realisieren wir gemeinsam mit unserem spezialisierten Partner Link2Air GmbH, der Richtfunk, Terragraph-Vernetzung und Internet per Funk umsetzt. So bekommen Sie Funk und saubere Netzintegration aus einer Hand.

Richtfunk ist das Übertragungsmedium. Geht es um die logische Kopplung mehrerer Standorte und Netze, ist das Standortvernetzung; geht es um den zweiten, ausfallsicheren Weg eines Standortes, ist es Redundante Anbindung. In der Praxis greifen die drei oft ineinander.

Der nächste Schritt

Prüfen wir, ob Funk Ihre Lücke schließt.

Wir nehmen Standorte, Distanz, Sichtverbindung und Bandbreitenbedarf auf und planen die Funkstrecke gemeinsam mit Link2Air, inklusive sauberer Integration in Routing und Firewall.

Funkstrecke prüfen oder Formular ausfüllen