Aktuell · VMware-Alternative

Raus aus VMware, ohne ins nächste Risiko zu laufen.

Seit der Broadcom-Übernahme verkauft VMware nur noch Abonnements, rechnet pro CPU-Kern ab und drängt in große Bündel. Für viele im Mittelstand steigt damit die Rechnung, ohne dass die Umgebung komplexer geworden wäre. Wir zeigen, was sich geändert hat und wann OLVM oder Proxmox VE die passende Alternative sind.

Abo-Pflicht

Keine Dauerlizenzen mehr, nur noch Subskription.

16 Kerne

Mindest-Lizenzierung pro CPU, auch bei kleineren Prozessoren.

VVF / VCF

Bündel statt Einzelkomponenten, vSphere 9 nur noch so.

Was sich geändert hat

Vier Änderungen, die die Rechnung treiben.

Nicht eine einzelne Preiserhöhung ist das Thema, sondern die Summe aus Lizenzmodell, Mindestmengen und Bündelzwang.

Nur noch Subskription

Der Verkauf neuer VMware-Dauerlizenzen wurde Anfang 2024 eingestellt. Es gibt nur noch Abonnements. Bestehende Perpetual-Lizenzen laufen weiter, lassen sich aber nicht mehr erweitern oder auf neue Versionen heben.

Lizenz pro CPU-Kern

Lizenziert wird nicht mehr pro CPU, sondern pro physischem Kern. Pro CPU sind mindestens 16 Kerne zu lizenzieren, auch wenn die CPU weniger hat. Kleine Hosts zahlen so oft für Kerne, die sie nicht haben.

Zwang ins Bündel

Das Portfolio wurde auf wenige Pakete eingedampft. vSphere Standard und Enterprise Plus als eigene Editionen sind ausgelaufen, vSphere 9 gibt es nur noch über die Bündel vSphere Foundation (VVF) oder Cloud Foundation (VCF). Wer einzelne Komponenten wollte, landet im größeren Paket.

Spürbar höhere Kosten

Dokumentierte Kundenfälle reichen von deutlichen bis zu mehrfachen Kostensteigerungen, je nach Ausgangslage und erzwungenem Bündel. Für viele Mittelständler ist die Verlängerung der eigentliche Auslöser, sich nach Alternativen umzusehen.

Das neue Lizenzmodell

Pro Kern, im Abo, mit Untergrenze.

Lizenziert wird bei VMware jeder physische CPU-Kern, mindestens aber 16 pro CPU. Wer viele Kerne pro Sockel betreibt, zahlt deutlich mehr als im alten, CPU-basierten Modell. Wer wenige Kerne hat, zahlt für die Untergrenze mit.

Der eigentliche Hebel: Bei OLVM und Proxmox brauchen Sie für den Betrieb keine Lizenzen. Die Software ist offen, bezahlt wird nur der Support, planbar und optional (siehe Support und SLA).

Der Support rechnet zudem pro CPU-Sockel ab, bei Oracle pro Sockel-Paar, unabhängig von der Kernzahl: Ob ein Sockel 16 oder 64 Kerne hat, ändert den Preis nicht. Bei VMware skaliert er mit jedem Kern.

Preis pro Kern und Jahr

vSphere Standard rund 52 € / Kern / Jahr
vSphere Enterprise Plus rund 153 € / Kern / Jahr
vSphere Foundation (VVF) rund 193 € / Kern / Jahr
Cloud Foundation (VCF) rund 363 € / Kern / Jahr
Im Preis enthalten 24/7-Production-Support

Stand Juni 2026. Öffentlich sichtbare Netto-Resellerpreise (1-Jahres-Subskription), aufgerundet, inklusive 24/7-Production-Support. Tatsächliche Angebote hängen von Laufzeit, Menge, Vertragsmodell und Verhandlung ab; Broadcom selbst veröffentlicht keine öffentliche Preisliste. Hinweis: vSphere Standard und Enterprise Plus sind als Standalone-Editionen nur bis vSphere 8 Update 3 relevant, vSphere-9.x-Funktionen sind in VVF bzw. VCF gebündelt.

Beispiel: typische Mittelstandsumgebung

Umgebung 3 Hosts à 2× 16 Kerne, 40–80 VMs
VMware Enterprise Plus 96 Kerne × rund 153 € ≈ 14.688 €/Jahr
VMware mit vSAN (VVF) 96 Kerne × rund 193 € ≈ 18.528 €/Jahr
OLVM + Oracle Premier Plus 3 CPU-Paare × rund 2.324 € ≈ 6.972 €/Jahr

Ohne vSAN ist Enterprise Plus die VMware-Vergleichsstufe (DRS, Distributed Switch); für integrierten vSAN-Storage VVF. Premier Plus rechnet pro CPU-Paar (2 Sockel) ab und deckt Betriebssystem, OLVM, 24/7-Support, Ksplice und unbegrenzte VMs ab. Alle Beträge pro Jahr, gerundet.

Für KMU und Mittelstand

Gerade kleine Umgebungen trifft es hart.

  • Das 16-Kern-Minimum pro CPU trifft kleine Hosts überproportional: Ein Server mit zwei 10-Kern-CPUs wird trotzdem für 32 Kerne lizenziert.
  • Günstige Einstiegsprodukte wie das Essentials Plus Kit und vSphere Standard sind abgekündigt; übrig bleiben die teureren Bündel.
  • Aus einem einmaligen Kauf wird eine laufende Abo-Verpflichtung, die jedes Jahr im Budget steht.

Zwei offene Alternativen

OLVM für den Enterprise-Betrieb, Proxmox für den pragmatischen Cluster.

Beide sind quelloffen und KVM-basiert, Support ist separat erhältlich. Welche Plattform passt, entscheidet Ihr Betriebsmodell, nicht die Mode. Die folgenden Punkte sind die wichtigsten Stärken im Überblick, nicht die vollständige Liste.

Fokus · Enterprise

OLVM (Oracle Linux Virtualization Manager)

KVM-Plattform mit zentralem Management, nahe am klassischen Enterprise-Virtualisierungsmodell. Die nächste Entsprechung zu vSphere Enterprise Plus, wenn Scheduling, Affinität, Stretch-Cluster und Fencing gebraucht werden.

  • Stretch-Cluster über zwei Rechenzentren: Ein Cluster über zwei Sites mit synchron repliziertem Storage, VMs können zwischen den Standorten umziehen. Offiziell als Active-Active dokumentiert.
  • Host raus bei Netzwerkverlust: Fehlt einem Host ein als Pflicht markiertes Netzwerk, wird er automatisch Non-Operational und nimmt keine VMs mehr an. Kein stiller Betrieb auf halbem Netz.
  • Fencing per iLO, IPMI, DRAC: Hängt ein Host, wird er per SSH-Soft-Fencing oder Power-Management sauber isoliert, bevor HA-VMs woanders neu starten. Schutz vor Split-Brain.
  • Scheduling, Affinität, QoS inklusive: Lastverteilung, Affinitäts- und Anti-Affinitäts-Regeln sowie QoS für CPU, Netz und Storage gehören zum Funktionsumfang, ohne Aufpreis-Edition.
  • Self-hosted Engine: Der Manager läuft selbst als hochverfügbare VM auf den Hosts. Kein separater, eigens zu lizenzierender Management-Server.
  • Klassischer Enterprise-Storage: NFS, iSCSI, Fibre Channel und Gluster, passend für bestehende SAN-/NAS-Architekturen. iSCSI lässt sich per Multipath bündeln und mit iSER über RDMA/RoCE für niedrige Latenz beschleunigen.
  • Oracle Hard Partitioning: Oracle erkennt Oracle Linux KVM mit OLVM als Hard-Partitioning-Technologie an: Mit CPU-Pinning wird Oracle-Software nur auf die gebundenen Cores lizenziert, nicht auf den ganzen Cluster. Bedingung: für diese VMs keine Live-Migration. VMware gilt hier als Soft Partitioning.
  • High-Performance-VMs: Ein eigener Optimierungstyp bündelt das Tuning per Profilwahl: Host-CPU-Passthrough, IO- und Emulator-Thread-Pinning, abgeschaltetes Memory-Ballooning und Headless-Modus, ergänzbar um vNUMA-Pinning (strict/preferred/interleave), CPU-Pinning und Hugepages, für Leistung nahe am Blech.
Pragmatisch · KMU & Edge

Proxmox VE

Schnell eingeführt, mit viel Funktion an Bord. Deckt viele Kernfunktionen von vSphere Standard ab und bringt integrierten Storage, Backup und Container gleich mit. Stark für KMU, Edge und klassische VM-Cluster.

  • Integriertes Ceph und ZFS: Hyperkonvergenter Ceph-Storage direkt aus der Oberfläche, dazu ZFS mit Prüfsummen, Self-Healing und Snapshots. Kein separates vSAN-Bündel nötig.
  • Asynchrone ZFS-Replikation: VMs werden im Intervall (ab einer Minute) inkrementell auf andere Knoten repliziert, kombinierbar mit HA. Gut für kleinere Cluster ohne Shared Storage.
  • Backup eng integriert: Der Proxmox Backup Server ist eine eigene, kostenlose Komponente des Ökosystems: deduplizierte, inkrementelle Backups mit Live-Restore und Verschlüsselung, ohne Drittprodukt und ohne Zusatzlizenz.
  • VMs und LXC-Container: Klassische VMs und schlanke LXC-Container laufen in derselben Oberfläche. Praktisch für gemischte Workloads im Mittelstand.
  • Firewall und SDN an Bord: Mehrstufige Firewall und Software-Defined-Networking sind Teil der Plattform, inklusive VLAN, VXLAN und EVPN.

Funktionsvergleich

VMware-Editionen neben OLVM und Proxmox.

Wo VMware die Funktion erst in Enterprise Plus oder in den Bündeln freischaltet, gehört sie bei OLVM oder Proxmox oft zum Standard. Wo VMware mehr kann, sagen wir es ebenso.

Funktion vSphere Standard Enterprise Plus OLVM Proxmox VE
Live-Migration laufender VMs
Storage-Migration im Betrieb
Hochverfügbarkeit (VM-Neustart bei Hostausfall)
Automatischer Lastausgleich (DRS bzw. Scheduling) VMware: nur Enterprise Plus (DRS). OLVM: Scheduling-Policies inklusive. Proxmox VE 9: HA-gebundenes Dynamic-Load-Scheduling, wirkt nur auf HA-verwaltete VMs, kein cluster-weites DRS für alle VMs. ~
Affinitäts- und Anti-Affinitäts-Regeln OLVM: volle VM- und Host-Affinität (hart/weich). Proxmox: Node-Affinität für HA. ~
Zentrales / verteiltes Netzwerk-Management VMware Distributed Switch nur Enterprise Plus. OLVM zentral über die Engine. Proxmox: SDN im Cluster, VLAN stabil, EVPN/BGP für komplexe Setups noch reifend. ~
Fault Tolerance (unterbrechungsfreie VM-Spiegelung) Echtes Lockstep-FT gibt es nur bei VMware (Standard max. 2 vCPU, Enterprise Plus bis 8 vCPU). OLVM und Proxmox bieten HA-Neustart, keine fortlaufende Spiegelung.
Stretch-Cluster über zwei Rechenzentren OLVM: Active-Active über zwei Sites offiziell dokumentiert (synchron replizierter Storage, L2 zwischen den Sites). VMware nur mit vSAN-Stretched bzw. Zusatz. Proxmox nativ nicht. ~
Self-hosted Management (kein separater Server) VMware: vCenter immer separat. OLVM: Self-hosted Engine als VM auf den Hosts. Proxmox: Multi-Master ohne zentralen Server.
Integrierter hyperkonvergenter Storage VMware vSAN nur in den Bündeln VVF/VCF. Proxmox: integriertes Ceph aus der Oberfläche. OLVM: GlusterFS möglich. ~
Integriertes Backup ohne Drittprodukt VMware: kein integriertes Backup (Drittprodukt nötig). Proxmox: Proxmox Backup Server (dedupliziert, Live-Restore). OLVM: offene Backup-API plus Drittprodukt (z. B. Veeam). ~
Native Container (LXC) neben VMs Nur Proxmox VE führt LXC-Container und KVM-VMs in einer Oberfläche.
Oracle Hard Partitioning (Lizenz-Eingrenzung) Oracle erkennt Oracle Linux KVM mit OLVM als Hard-Partitioning-Technologie an; Oracle-Software wird nur auf gepinnte Cores lizenziert. Bedingung: keine Live-Migration dieser VMs. VMware gilt als Soft Partitioning, dort ist der ganze Cluster lizenzpflichtig.
Gebündeltes High-Performance-/NUMA-Profil NUMA-aware Pinning und Latenz-Tuning gibt es überall. OLVM bündelt es in einem dedizierten High-Performance-VM-Typ (automatisches Thread-Pinning, Host-CPU-Passthrough, Ballooning aus); bei VMware (Latency Sensitivity) und Proxmox wird es einzeln und manuell konfiguriert. ~ ~ ~

✓ enthalten · ~ teilweise oder mit Einschränkung · – nicht enthalten. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Funktionsbereiche, keine vollständig identischen Implementierungen. Den vollen Funktionsumfang zeigen die Hersteller-Dokumentationen, Details klären wir im Beratungsgespräch. VMware-Stand bezogen auf vSphere 8 (Standard und Enterprise Plus laufen bis vSphere 8 Update 3, vSphere 9 nur über VVF/VCF). OLVM auf Basis oVirt 4.5, Proxmox VE 9. Quellen: Broadcom-Dokumentation sowie die offiziellen oVirt-, Oracle- und Proxmox-Dokus.

Sie nutzen vSphere Standard

Live-Migration und HA decken OLVM und Proxmox vollständig ab. Für KMU ist Proxmox VE meist der schnellste Weg, oft mit integriertem Storage und Backup als Bonus.

Sie nutzen Enterprise Plus

Wenn DRS-artiges Scheduling, Affinität, zentrales Management und Stretch-Cluster zählen, ist OLVM die nähere Entsprechung. Echtes Fault Tolerance prüfen wir gesondert.

Support & SLA

Support und Reaktionszeiten gehören in die Rechnung.

Bei OLVM deckt ein Oracle-Linux-Support-Vertrag Betriebssystem und Virtualisierungs-Manager zugleich ab: rund um die Uhr, mit Ksplice für Kernel-Updates ohne Neustart und einer Hardware-Zertifizierungsliste. Das ist Enterprise-Niveau. Proxmox bietet planbar gestaffelten Hersteller-Support, der für viele KMU genau passt, aber kein 24/7.

Merkmal OLVM (Oracle Linux Premier Plus) Proxmox VE
Support läuft über Oracle Linux Support, OLVM ohne Zusatzlizenz enthalten (ab Premier) Proxmox-Subskription in vier Stufen
VM-Abdeckung je CPU-Paar Premier: bis zu 2 VMs; Premier Plus: unbegrenzt (für Server-Virtualisierung) unbegrenzt, keine VM-Deckelung
Reaktion bei Severity 1 rund 1 Stunde, rund um die Uhr (Zielwert) 2 Stunden an Arbeitstagen (Stufe Premium)
24/7-Support ja nein, an österreichischen Arbeitstagen
Kernel-Updates ohne Reboot ja, über Ksplice (ab Premier) nicht enthalten
Hardware-Zertifizierung Oracle Linux HCL, über 3.000 zertifizierte Systeme keine eigene Liste, Debian-Hardwarebasis
Abrechnung pro CPU-Paar und Jahr pro CPU-Sockel und Jahr

Stand Juni 2026. Orientierungswerte: Oracle Linux Premier Plus rund 2.324 € pro CPU-Paar und Jahr (enthält Betriebssystem, OLVM, 24/7-Support, Ksplice und unbegrenzte VMs); Proxmox VE je nach Stufe rund 120 bis 1.100 € pro CPU-Sockel und Jahr. VMware-Subskriptionen enthalten ihrerseits Support (Production Support: 24/7, Reaktionsziel rund 30 Minuten). Der Wechsel ist also eine Kosten- und Modellfrage, nicht eine des Support-Niveaus.

Backup weiternutzen

Ihr Backup zieht oft einfach mit um.

Ein Plattformwechsel heißt nicht automatisch neues Backup. Die etablierten Werkzeuge unterstützen OLVM und Proxmox, und die Lizenzen sind meist workload-basiert, also portabel.

Veeam läuft weiter

Veeam sichert OLVM und Proxmox VE agentless (seit 2024). Mit der workload-basierten Veeam Universal License (VUL) decken dieselben Lizenzen VMware und die neue Plattform ab, ohne neue Backup-Lizenzen. Wer noch alte sockelbasierte Veeam-Lizenzen hat, stellt sie dafür auf VUL um.

Acronis und weitere

Acronis sichert Proxmox sowie oVirt/RHV, die Basis von OLVM. Auch Commvault, Storware, NAKIVO und SEP sesam unterstützen OLVM und/oder Proxmox. Die Lizenzen sind meist workload-basiert und damit portabel.

Offene Backup-Schnittstelle

OLVM bietet eine offene Incremental-Backup-API über Changed Block Tracking (QEMU Dirty Bitmaps), auf die diese Werkzeuge aufsetzen. So bleiben effiziente, inkrementelle Backups erhalten.

Mehr für Admins

Was Admins außerdem bekommen.

Über den reinen VM-Betrieb hinaus bringen beide Plattformen Funktionen mit, die eine Migration erleichtern und im Alltag zählen.

VMware-Import eingebaut

Proxmox bringt einen ESXi-Import-Assistenten in der Oberfläche, OLVM importiert per virt-v2v aus ESXi oder OVA, automatisierbar per Ansible.

Windows 11 und Server 2025

UEFI/OVMF, Secure Boot und virtuelles TPM 2.0 werden auf beiden Plattformen unterstützt, also auch aktuelle Windows-Gäste.

Hot-Plug im Betrieb

CPU, RAM, Disk und Netzwerkkarte lassen sich im laufenden Betrieb hinzufügen (RAM-Entfernen mit gast- und OS-abhängigen Grenzen).

Rollen und Quotas

Feingranulare Rechteverwaltung auf beiden Seiten. OLVM bringt zusätzlich durchsetzbare Ressourcen-Quotas für vCPU, RAM und Storage, gut für Mandanten.

GPU-Durchreichung

PCIe-Passthrough und NVIDIA vGPU werden unterstützt, etwa für VDI-, KI- oder Render-Workloads.

Automatisierbar per API

Umfassende REST-API, Ansible (OLVM mit offizieller Collection) und Terraform. Infrastruktur als Code statt Klickarbeit.

Offene Formate, kein Lock-in

Disks als qcow2, Im- und Export als OVA. Keine proprietären Disk-Formate, die den nächsten Wechsel erschweren.

Snapshots und Monitoring

Live-Snapshots inklusive RAM-Zustand. OLVM mit Grafana-Dashboards, Proxmox mit Metrik-Export an InfluxDB oder Graphite.

Der Weg dahin

Migration in Wellen, mit Pilot und Rollback.

Der Hypervisor-Wechsel selbst ist selten das Problem. Aufwand entsteht durch Abhängigkeiten, Backup-Anpassung, Netzwerk, Storage und Applikationstests. Wir nehmen den Bestand auf, migrieren repräsentative Workloads als Pilot und ziehen dann gruppenweise um, jeder Schritt rollbackfähig.

Mehr zu Virtualisierung & Migration

Bevor die nächste Verlängerung kommt

Fragen zum VMware-Ausstieg.

Antworten zu Editions-Vergleich, Funktionslücken, Preisen, Migration und Support.

Wechsel besprechen

Das hängt davon ab, welche VMware-Edition Sie heute nutzen. Wer im Kern das kann, was vSphere Standard leistet (Live-Migration und HA), ist mit Proxmox VE meist pragmatisch und schnell am Ziel, oft mit integriertem Ceph, ZFS und Backup obendrauf. Wer den Enterprise-Plus-Funktionsumfang braucht (automatisches Scheduling, Affinität, zentrales Management, Stretch-Cluster), findet in OLVM die nähere Entsprechung. Wir prüfen das anhand Ihrer konkreten Umgebung.

Ja, und das benennen wir offen. Echte Fault Tolerance, also eine fortlaufend gespiegelte Zweit-VM ohne Ausfall bei Hostverlust, gibt es so nur bei VMware. OLVM und Proxmox bieten stattdessen HA, also einen automatischen Neustart auf einem anderen Host. Wo eine Anwendung wirklich auf Lockstep-FT angewiesen ist, prüfen wir das gesondert.

Die genannten Werte sind aufgerundete Netto-Listenpreise eines deutschen Resellers (1-Jahres-Subskription, Stand Juni 2026), keine verbindlichen Endpreise. Broadcom selbst veröffentlicht keine öffentliche Preisliste. Tatsächliche Preise hängen von Laufzeit, Menge und Verhandlung ab. Belastbar ist die Lizenzlogik: Subskription, Abrechnung pro Kern, mindestens 16 Kerne pro CPU. Ihr konkretes Angebot rechnen wir gemeinsam durch.

Häufig ja, aber nicht blind. Treiber, Boot-Modus, Gast-Tools, Netzwerk, Storage-Controller und Backup müssen getestet werden. Wir migrieren in Wellen mit Pilot und Rollback. Den Ablauf beschreiben wir unter Virtualisierung & Migration.

Offen heißt nicht ohne Support. Für OLVM gibt es Oracle-Support, für Proxmox VE die Proxmox-Subskription mit Enterprise-Repository. Software und Support sind dabei entkoppelt, das macht die Kosten planbarer. Wir betreiben die Plattform auf Wunsch mit, von Updates über Backup bis Monitoring.

Oft ja. Veeam sichert OLVM und Proxmox VE agentless; mit der workload-basierten Veeam Universal License (VUL) gelten dieselben Lizenzen für VMware und die neue Plattform, ohne neue Backup-Lizenzen. Alte sockelbasierte Veeam-Lizenzen werden dafür auf VUL umgestellt. Acronis sichert Proxmox sowie oVirt/RHV, die OLVM-Basis. Auch Commvault, Storware, NAKIVO und SEP sesam unterstützen die Plattformen. Was in Ihrem Fall ohne Zusatzkosten weiterläuft, prüfen wir konkret.

Hier hat OLVM ein echtes Lizenz-Argument: Oracle erkennt Oracle Linux KVM mit OLVM als Hard-Partitioning-Technologie an. Mit CPU-Pinning lässt sich Oracle-Software auf die gebundenen Kerne begrenzt lizenzieren, statt auf den ganzen Host oder Cluster. Bedingung ist, dass diese VMs nicht live migriert werden, das planen wir mit HA und Wartung gemeinsam. VMware gilt in Oracles Partitioning-Policy als Soft Partitioning, dort verlangt Oracle die Lizenzierung aller Cluster-Hosts. Maßgeblich ist die jeweils aktuelle Oracle-Partitioning-Policy.

Der nächste Schritt

Klären wir, ob OLVM oder Proxmox zu Ihrer Umgebung passt.

Wir nehmen Ihren VMware-Bestand und Ihr Lizenzmodell auf, vergleichen die Funktionen, die Sie wirklich nutzen, und entwickeln einen realistischen Migrationsfahrplan.

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