IT-Sicherheit

Zero Trust: jeder Zugriff wird geprüft, nicht vermutet.

Ein flaches Netz, in dem jeder alles erreicht, ist im Schadensfall ein Brandbeschleuniger. Zero Trust im Mittelstand umsetzen heißt nicht alles auf einmal neu bauen, sondern jeden Zugriff authentifizieren, autorisieren und protokollieren, auch innerhalb des Netzes, schrittweise und prüffähig auf dem Bestand aufgebaut.

Infografik: Zero-Trust-Policy für Nutzer, Geräte und Dienste Infografik: Zugriffe von Nutzern, Geräten und Diensten laufen durch eine Zero-Trust-Policy, die jeden Zugriff anhand von Nutzer, Gerät und Kontext prüft. Erst danach geht es in die Segmente: Server-Zone, Client-Zone oder OT/IoT. Typische Bausteine: NetBird, PacketFence, OPNsense. ZUGRIFF POLICY SEGMENTE Nutzer MFA · Passkeys Geräte Zustand geprüft Dienste Service-to-Service Zero-Trust-Policy jeder Zugriff geprüft: Nutzer · Gerät · Kontext Server-Zone Workloads Client-Zone Arbeitsplätze OT / IoT Maschinen · Sensorik NetBird PacketFence OPNsense

Schaden wird eingegrenzt

  • Ein kompromittiertes System reißt nicht das ganze Netz mit
  • Ransomware bleibt im Segment, statt sich auszubreiten

Zugriff wird nachvollziehbar

  • Jeder Zugriff authentifiziert, autorisiert und geloggt
  • Audit-Trail für NIS2 und Cyberversicherer

Schrittweise statt Big Bang

  • Start beim höchsten Schutzbedarf
  • Kein Stillstand im laufenden Betrieb

Selbst-Check

Wann NIS2 und Cyberversicherer Segmentierung erwarten.

Vertraut Ihr Netz noch jedem Gerät, das einmal drin ist? Diese Anzeichen sprechen dagegen.

  • Ein flaches Netz verbindet Produktion, Büro und Server ohne echte Trennung.
  • Ein kompromittiertes Gerät hätte heute Zugriff auf nahezu alles.
  • OT-, IoT- oder Altsysteme lassen sich nicht einfach patchen.
  • NIS2 oder die Cyberversicherung verlangen strukturelle Trennung und Nachweise.
  • Zugriffe innerhalb des Netzes werden bislang nicht geprüft oder protokolliert.

Beratung & Umsetzung

Zero Trust: Gegencheck, Beratung oder schrittweise Umsetzung.

Sie müssen nicht alles aus einer Hand vergeben. Steigen Sie dort ein, wo Sie Unterstützung brauchen.

Gegencheck (Second Opinion)

Wir prüfen Zonen, Zugriffsregeln und Logging-Abdeckung und sagen, ob Ihr Modell im Ernstfall das hält, was es verspricht.

Beratung und Konzept

Wir klassifizieren Schutzbedarf, entwerfen Segmente und Zugriffsregeln. Die Umsetzung liegt bei Ihnen oder wir setzen sie um.

Komplette Umsetzung

Vom Schutzbedarf über den schrittweisen Zonenaufbau bis zu auditfähigem Logging und übergabefähiger Dokumentation.

Sie entscheiden, wo Sie uns einsteigen lassen.

Zero-Trust-Gegencheck anfragen

Lösungsansätze

Drei Wege, Zugriff zu trennen.

Welcher Weg passt, hängt von Standorten, Geräten und Bestand ab. Häufig greifen mehrere ineinander: Overlay für Identität, NAC am Switch, Firewall an den Zonengrenzen.

Variante A

Identitätsbasiertes Overlay

NetBird-Overlay auf WireGuard-Basis: Zugriff peer-to-peer, pro Identität und Anwendung statt pauschalem Netzzugang, mit SSO und MFA. Stark, wenn Nutzer, Geräte und Standorte verteilt sind.

Variante B

Network Access Control

PacketFence mit 802.1X: Geräte werden vor dem Netzzugang erkannt, bewertet und ins passende Segment gesteuert, auch ohne Client. Stark für Campus, Gäste und Fremdgeräte.

Variante C

Firewall-Segmentierung

OPNsense oder pfSense als Zonenübergänge: klar definierte Schutzzonen mit kontrollierten, geloggten Übergängen zwischen Produktion, Server und Client.

Weitere Bausteine

Zero Trust ist mehr als eine Firewall-Regel.

Schutzbedarfs-Klassifikation

Welche Daten und Systeme welchen Schutz brauchen, als Basis jeder Zone.

Mikrosegmentierung

Trennung bis auf Workload- oder Anwendungsebene, wo das Risiko es verlangt.

Identity-basierte Policies

Zugriff nach Nutzer, Gruppe und Gerätezustand statt nach IP-Adresse.

Device Posture / NAC

Nur bekannte, regelkonforme Geräte erreichen schützenswerte Segmente.

OT- & IoT-Zonen

Nicht patchbare Anlagen kapseln, statt sie ungeschützt mitlaufen zu lassen.

Audit-Trail & SIEM

Übergänge und Zugriffe protokollieren, damit die Trennung belegbar wird.

Vorgehen

Vom Schutzbedarf zur gelebten Trennung.

01

Schutzbedarf klären

Daten, Systeme und Prozesse klassifizieren: was hat welchen Schutzbedarf, gegen wen.

02

Zonen & Übergänge

Aus dem Schutzbedarf Segmente und kontrollierte Übergänge ableiten.

03

Identität & Policy

Zugriffsregeln pro Nutzer, Gruppe und Gerätezustand festlegen.

04

Schrittweise einführen

Mit dem kritischsten Bereich starten, testen und dann kontrolliert ausweiten.

05

Logging & Wirksamkeit

Zugriffe und Übergänge protokollieren und die Trennung regelmäßig prüfen.

Technische Bausteine

Womit wir trennen und nachweisen.

Eine Auswahl der Bausteine, die wir zum Beispiel einsetzen.

Zugriff & Overlay

NetBird WireGuard ZTNA Reverse Proxy Guacamole

Network Access Control

PacketFence 802.1X RADIUS Device-Posture MAB

Segmentierung

VLANs VRF Mikrosegmentierung Schutzzonen ACLs

Firewall & Übergänge

OPNsense pfSense Enterprise-Firewall IDS/IPS Suricata

Identität & Policy

OpenID Connect SAML AD / LDAP MFA Least Privilege

Nachweis

SIEM Wazuh OpenSearch Audit-Trail Flow-Logs

Aus der Praxis

Wofür Trennung im Alltag sorgt.

Ransomware-Eindämmung

Die Ausbreitung im Schadensfall strukturell begrenzen.

OT / Produktion

Nicht patchbare Maschinen und Anlagen sicher kapseln.

Gäste & Fremdgeräte

Fremde Geräte automatisch ins richtige, enge Segment lenken.

Admin-Netz

Management-Zugänge getrennt und auditierbar halten.

NIS2-Nachweis

Strukturelle Trennung prüffähig dokumentieren.

Im Betrieb weitergedacht

Segmentierung bleibt nur wirksam, wenn sie laufend stimmt.

Zonen, Regeln und Geräteprofile wachsen mit der Infrastruktur: Was heute korrekt getrennt ist, kann durch neue Systeme, unbekannte Geräte oder veraltete Firmware morgen wieder eine Schwachstelle sein.

Bevor das flache Netz zum Risiko wird

Fragen zu Zero Trust & Segmentierung.

Antworten auf typische Fragen zu Zero Trust, Schutzzonen, Mikrosegmentierung, NAC, OT-Sicherheit und prüffähigen Nachweisen.

Segmentierung planen

Zero Trust ist ein Sicherheitsmodell nach dem Prinzip „never trust, always verify“: Es geht davon aus, dass kein Nutzer, kein Gerät und kein Netzwerksegment von vornherein als vertrauenswürdig gilt. Stattdessen werden Identität, Gerätezustand und Kontext bei jedem Zugriff geprüft, unabhängig davon, ob der Zugriff von innen oder außen kommt (NIST SP 800-207).

Nein. Wir bauen schrittweise auf dem Bestand auf. Vorhandene Firewalls, Switches und die Identity-Plattform werden einbezogen, statt ersetzt. Begonnen wird dort, wo der Schutzbedarf am höchsten ist, der laufende Betrieb steht dabei nicht still.

Segmentierung trennt das Netz in Zonen, etwa Produktion, Server und Client, mit kontrollierten Übergängen. Mikrosegmentierung geht feiner und trennt bis auf Workload- oder Anwendungsebene. Was sinnvoll ist, entscheidet das Risiko. Die konkrete Netz-Implementierung der Mikrosegmentierung behandeln wir vertieft im Bereich Netzwerk; hier liegt der Fokus auf Konzept und Nachweis.

Ja, gerade dort lohnt es sich. Systeme, die sich nicht patchen lassen, werden gekapselt und über NAC und Zonenübergänge geschützt, statt sie ungeschützt im flachen Netz mitlaufen zu lassen. Der Zugriff auf diese Zonen wird eng geregelt und protokolliert.

Oft nicht. Vorhandene Firewalls, Switches mit 802.1X-Fähigkeit und ein identitätsbasiertes Overlay wie NetBird reichen in vielen Fällen aus. Wo Hardware fehlt oder zu alt ist, benennen wir das offen und planen den Austausch gezielt, nicht pauschal.

Aus dokumentierten Zonen, Zugriffsregeln und protokollierten Übergängen entsteht ein nachvollziehbarer Audit-Trail. Zusammen mit dem SIEM, typisch Wazuh und OpenSearch, lässt sich belegen, dass die Trennung nicht nur geplant, sondern wirksam ist.

Der nächste Schritt

Klären wir, was bei Ihnen getrennt gehört.

Wir klassifizieren den Schutzbedarf, entwerfen Zonen und Zugriffsregeln und führen die Trennung schrittweise ein, ohne den Betrieb auszubremsen. Zonenmodell und Policies bereiten wir gemeinsam remote vor. Bestandsaufnahme, Pilot und Umstellung begleiten wir bei Unternehmen in der Region Stuttgart und in Baden-Württemberg bei Bedarf direkt im Netz vor Ort.

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