WAN & Internet
Redundante Internetanbindung für Ihr Unternehmen.
Für eine ausfallsichere Internetverbindung kombinieren wir Ihre Anschlüsse, richten die automatische Umschaltung ein und testen den Wechsel auf die Backup-Leitung. Passend zu Ihrer vorhandenen Firewall oder Ihrem Router, alternativ als Managed Service.
Klassisches Failover
Ausgehenden Internetzugang absichern.
Wir richten die Umschaltung auf Ihrer geeigneten Firewall oder Ihrem Router ein. Fällt der Hauptanschluss aus, übernimmt die Backup-Leitung, bestehende Verbindungen müssen gegebenenfalls neu aufgebaut werden.
Technischen Aufbau ansehenIP Access Flex
Eingehend erreichbar, auch beim Providerwechsel.
Ihre öffentlichen IPv4-/IPv6-Adressen oder gerouteten Netze bleiben beim Wechsel von Provider oder Anschlussmedium gleich. VPN-Gegenstellen und Dienste sind über dieselben Adressen erreichbar, auch über LTE/5G oder Starlink.
IP Access Flex ansehenDas übernehmen wir
Redundante Internetanbindung – geplant, eingerichtet und getestet.
LINOXA verbindet Ihre Internetanschlüsse zu einer abgestimmten Failover-Lösung. Wir integrieren sie in Ihre Infrastruktur, prüfen das Verhalten bei einem Leitungsausfall und übernehmen auf Wunsch den laufenden Betrieb. Bestehende Anschlüsse können nach technischer Prüfung weitergenutzt werden.
Vorhandene Anschlüsse einbeziehen
Wir prüfen Ihre Leitungen und ergänzen bei Bedarf einen zweiten Provider oder ein anderes Medium: Glasfaser, VDSL, Kabel, LTE/5G oder Starlink. Verfügbarkeit, Trassenrisiko und nutzbare Backup-Bandbreite fließen in die Planung ein.
In Ihre Firewall und Netze integrieren
Wenn Ihre Firewall oder Ihr Router geeignet ist, richten wir Dual-WAN und Failover dort ein. Für IP Access Flex stellen wir einen gemanagten Router bereit und stimmen die Übergabe an Ihre Firewall sowie IPv4-/IPv6-Routing mit Ihnen ab.
Einrichten, testen und dokumentieren
Wir konfigurieren Pfadüberwachung, Routing und Umschaltung. Anschließend testen wir gezielt Leitungsausfall und Rückkehr der Verbindung – einschließlich Ihrer vereinbarten Anwendungen, VPNs und eingehenden Dienste.
Beide Leitungen überwachen, Ausfälle melden
Erfolgreiches Failover kann einen Leitungsausfall verdecken. Fällt auch der verbleibende Anschluss aus, fällt der Internetzugang vollständig aus. Monitoring mit Alarmierung macht die Störung sichtbar. Ihr Team oder LINOXA übernimmt die Überwachung und meldet die Störung beim Anbieter, damit die Entstörung angestoßen wird.
Bereits ein Konzept vorhanden? Auch Gegencheck und Teilumsetzung sind möglich. Zum Betrieb: Monitoring, Patch & Lifecycle und Third-Level-Support.
Technischer Aufbau
So wird Ihre redundante Anbindung aufgebaut.
Zwei Anschlüsse bilden die Basis. Der Unterschied liegt darin, wo der Verkehr übergeben wird und welche öffentliche Adresse beim Pfadwechsel bestehen bleibt.
01 · Klassisches Dual-WAN
Failover auf Ihrer Firewall oder Ihrem Router.
Ihre Firewall oder Ihr Router überwacht zwei Anschlüsse und wechselt bei einer Störung den ausgehenden Pfad. Bestehende Hardware nutzen wir nach Prüfung der Dual-WAN- und Failover-Funktionen weiter.
- Öffentliche Adressen je Anschluss
- IPv4 und IPv6 hängen vom Provider ab. Beim Failover können Quelladresse und IPv6-Präfix wechseln.
- Eingehende Dienste separat planen
- VPNs und Sitzungen müssen sich gegebenenfalls neu verbinden. DNS-Fallback oder eine zweite Zieladresse setzen einen öffentlich erreichbaren Ersatzanschluss voraus.
02 · IP Access Flex
Feste Adressen über beide Wege.
Ein LINOXA Managed Router verbindet Ihre Firewall über die vorhandenen Anschlüsse mit unserem Rechenzentrum. Die öffentlichen Adressen sind vom einzelnen Anschluss entkoppelt.
- Feste öffentliche IPv4 und IPv6
- Gegenstellen verwenden beim Pfadwechsel dieselben Zieladressen, auch wenn der Ersatzweg über LTE/5G oder Starlink läuft.
- Überwachung und Failover im Service
- Die Übergabe an Ihre Firewall stimmen wir ab. Umschaltzeit und Sitzungsverhalten testen wir mit Ihren Anwendungen, gleiche IPs allein garantieren keine unterbrechungsfreien Sitzungen.
Grau: Transportwege · Rot gestrichelt: logische Tunnel. Schematisch mit einem CPE und einem RZ-Gateway, Geräte-HA wird separat geplant.
Weitere Möglichkeiten zur Redundanz.
Je nach Anwendungen und vorhandener Infrastruktur ergänzen diese Verfahren Ihre Anbindung. In den Details finden Sie Voraussetzungen und technische Grenzen.
Aktiv-Aktiv ausgehend
Beide Leitungen nutzen, Verbindungen gezielt verteilen.
Per-Flow Load Balancing und Policy-Based Routing verteilen Sitzungen auf geeignete Anschlüsse. Mehrere Anwendungen können beide Leitungen auslasten, eine einzelne Verbindung bleibt auf einem Pfad. Das ist mit geeigneten Routern und Firewalls umsetzbar.
Paket-Bonding bieten wir hier nicht an. Unterschiedliche Laufzeiten und Paketverluste können beim Zusammenführen der Pakete (Reordering) Wartezeiten verursachen und Latenz sowie TCP-Durchsatz beeinträchtigen. Optionale FEC korrigiert bestimmte Verluste mit zusätzlichen Daten, benötigt dafür Bandbreite und kann zusätzliche Verzögerung verursachen.
DNS-gestützter Ersatzpfad
Neue Zugriffe umleiten, Cache-Zeiten berücksichtigen.
Bei einem Ausfall wechseln die A-Einträge für IPv4 und AAAA-Einträge für IPv6 auf den Ersatzanschluss. Die Dienste müssen dort öffentlich erreichbar sein.
DNS-Caches verzögern den Wechsel: Ein frisch gespeicherter Eintrag mit 3.600 Sekunden TTL kann noch fast eine Stunde auf die alte Adresse zeigen. Entscheidend ist die verbleibende Cache-Zeit.
Eine allgemeine Mindest-TTL gibt es nicht. Für Failover sind beispielsweise 60 Sekunden oder weniger sinnvoll, aber keine Umschaltgarantie. Fehlererkennung und erneuter Verbindungsaufbau benötigen ebenfalls Zeit. DNS-Failover passt deshalb zu Diensten, die solche Verzögerungen tolerieren.
MPLS-Overlay: Multipath & Fast Reroute
Mehrere WAN-Pfade nutzen, Ersatzwege vorbereiten.
Ein eigenes MPLS-Overlay nutzt Tunnel über Ihre Internetanschlüsse zu passenden Gegenstellen. Routing und vorbereitete Ersatzwege steuern den Verkehr. QoS priorisiert an den eigenen Übergängen, eine garantierte Priorisierung im öffentlichen Internet entsteht dadurch nicht.
Fast Reroute unter 50 Millisekunden bezieht sich auf geeignete Carrier-MPLS- und IGP-Umgebungen. Über Internetanschlüsse hängen Umschaltzeit und Qualität von Pfadverfügbarkeit, Jitter und BFD-Konfiguration ab. Die erreichbaren Werte prüfen wir im konkreten Aufbau.
Einordnung
Was soll bei einem Leitungsausfall weiter funktionieren?
Vom ausgehenden Internetzugang bis zur Erreichbarkeit unter derselben IP: Die Anforderungen bestimmen den Aufbau. Lastverteilung und eingehende Erreichbarkeit lassen sich kombinieren.
Internet weiter nutzen
Klassisch: Primär / Backup
Für Surfen, Cloud und ausgehende Anwendungen. Fällt die Hauptleitung aus, übernimmt der Ersatzanschluss.
Bestehende Sitzungen können abbrechen und müssen sich neu verbinden.
Voraussetzungen prüfenBeide Leitungen nutzen
Aktiv-Aktiv / Lastverteilung
Für viele gleichzeitige Nutzer und Anwendungen. Verbindungen werden auf beide verfügbaren Anschlüsse verteilt.
Eine einzelne Verbindung bleibt auf einem Pfad, eingehende Dienste sind damit noch nicht abgesichert.
Verfahren ansehenÜber Ersatzadressen erreichbar
DNS-Failover / zweiter VPN-Peer
Für Dienste und VPNs mit tolerierbarer Umschaltpause. DNS oder eine unterstützte zweite Peer-Adresse führen auf den Ersatzweg.
Die genutzten Uplinks brauchen passende, öffentlich erreichbare Zieladressen. Mit festen IPs ist das planbar, DNS-Caches und VPN-Neuaufbau verzögern den Wechsel.
Grenzen ansehenUnter gleicher IP erreichbar
IP Access Flex
Für feste VPN-Ziele, Partnerfreigaben und eingehende Dienste. Öffentliche IPv4/IPv6 bleiben über die Anschlusswege gleich.
Auch über LTE/5G oder Starlink. Router-HA ist optional, das Sitzungsverhalten wird getestet.
IP Access Flex ansehenEigene IPv4-/IPv6-Präfixe und AS? BGP & Multi-Provider. Ein zusätzlicher physischer Weg fehlt? Richtfunk prüfen.
Prüfpunkte
Diese Voraussetzungen prüfen wir an Ihrem Standort.
Unabhängige Zugangswege
Provider, Hauszuführung und Trassenverlauf prüfen. Unterschiedliche Verträge allein schließen einen gemeinsamen Ausfallpunkt nicht aus.
Nutzbare Backup-Kapazität
Bandbreite, Latenz, Mobilfunkempfang und Datenvolumen müssen für die vereinbarten Anwendungen reichen. Priorisierung für den Ersatzbetrieb festlegen.
Öffentliche Erreichbarkeit
IPv4/IPv6, CGNAT, NAT-Regeln und VPN-Gegenstellen erfassen. Für eingehende Dienste muss auch der Ersatzweg erreichbar sein.
Vorhandene Geräte
WAN-Ports, Durchsatz, Softwarestand und Routing-Funktionen prüfen. Bei Geräte-HA auch Stromversorgung und Übergabewege berücksichtigen.
Vorgehen
So bauen wir Internet-Redundanz für Ihren Standort.
Bestand aufnehmen
Anschlüsse, Geräte und Anforderungen erfassen.
Umsetzung festlegen
Aufbau, Leistungsumfang und Wartungsfenster abstimmen.
Einrichten
Routing, Pfadüberwachung und Übergabe konfigurieren.
Testen & übergeben
Ausfall und Rückkehr testen, Messwerte und Konfiguration dokumentieren.
Bestand aufnehmen
Anschlüsse, Geräte und Anforderungen erfassen.
Umsetzung festlegen
Aufbau, Leistungsumfang und Wartungsfenster abstimmen.
Einrichten
Routing, Pfadüberwachung und Übergabe konfigurieren.
Testen & übergeben
Ausfall und Rückkehr testen, Messwerte und Konfiguration dokumentieren.
Kosten & Beauftragung
Projekt oder Managed Service – mit klar abgegrenztem Leistungsumfang.
Die Internetanschlüsse laufen über Ihre Providerverträge. Dazu kommen Einrichtung und gegebenenfalls laufender Betrieb der Redundanzlösung.
Klassische Redundanz als Projekt
Der Aufwand hängt vom Bestand und den Anforderungen ab. Für einfaches ausgehendes Failover sind bei geeigneter Dual-WAN-Firewall oder entsprechendem Router, vorhandenen Zugangsdaten und zwei betriebsbereiten, geprüften Anschlüssen erfahrungsgemäß ein bis zwei Stunden realistisch. Fehlende Daten, Verkabelungsprobleme oder zusätzliche Anforderungen erhöhen den Aufwand.
IP Access Flex als Managed Service
Router, feste öffentliche IPv4 und IPv6, Failover und Monitoring gehören zum Service. Die aktuellen monatlichen Preise, Einrichtungskosten, Laufzeiten und Erweiterungen finden Sie in der Produktübersicht.
Preise und Bedingungen ansehen →Für eine erste Einordnung reichen vorhandene Anschlüsse, Firewall-Modell und die kritischen Dienste. Wir klären mit Ihnen die passende Umsetzung und den dafür erforderlichen Umfang.
Sie haben Fragen?
FAQ
Antworten auf typische Fragen zu zweitem Anschluss, Failover, eingehenden Diensten, BGP, IP Access Flex und realistisch testbarer Redundanz.
Anbindung prüfenEine redundante Internetanbindung ergänzt den Hauptanschluss um einen unabhängigen Ersatzweg, etwa eine zweite Internetleitung oder ein LTE/5G-Backup. Automatischer Failover fängt einen Leitungsausfall ab. Ob dabei auch eingehende Dienste erreichbar bleiben, hängt vom Adress- und Routing-Konzept ab. Providerübergreifendes Routing erläutert unser Beitrag zu Multihoming.
Wir prüfen Gerätefunktionen, Softwarestand und benötigten Durchsatz, beispielsweise bei Cisco, Arista, HPE FlexNetwork, Huawei, H3C, OPNsense und pfSense. Entscheidend sind geeignete WAN-Ports und Failover-Funktionen sowie IPv4-NAT und ein passendes IPv6-Präfix- und Routing-Konzept. Für Lastverteilung prüfen wir zusätzlich Policy-Based Routing oder Load Sharing. Ein Herstellername allein bestätigt die Eignung noch nicht.
Gateway-Monitoring und Health Checks prüfen Ziele über jeden Anschluss, je nach Plattform mit Track, IP SLA oder NQA. So lässt sich auch eine Störung hinter dem Modem erkennen. Prüfziele, Schwellwerte für Erreichbarkeit und Paketverlust sowie das Rückschaltverhalten stimmen wir auf den Standort ab.
Klassisches Dual-WAN schaltet typischerweise im Sekundenbereich um, abhängig von Erkennung und Konfiguration. Neue Quelladressen oder NAT-Zustände können bestehende Sitzungen unterbrechen. Im vereinbarten Test prüfen wir Leitungsausfall und Rückkehr, messen die Umschaltzeit und beobachten die kritischen Anwendungen. Fast Reroute unter 50 Millisekunden ist kein pauschales Versprechen für Internetanschlüsse.
Die Umschaltzeit hängt von Fehlererkennung, verbleibender DNS-Cache-Zeit und Verbindungsaufbau ab. Eine kurze TTL allein garantiert keinen schnellen Wechsel. Die technischen Details erläutern wir beim DNS-gestützten Ersatzpfad im Abschnitt zum Aufbau.
Bei klassischem Dual-WAN gehören die öffentlichen Adressen zum jeweiligen Anschluss. Mit IP Access Flex werden feste IPv4/IPv6 und geroutete Netze über das Rechenzentrum bereitgestellt und über die Anschlusswege zum Standort geführt. Das ist relevant für VPN-Ziele, Partnerfreigaben und eingehende Dienste, auch bei CGNAT oder dynamischen Provideradressen.
Ja, wenn nutzbare Bandbreite, Empfang, Latenz und Datenvolumen zum Bedarf passen. LTE/5G kann beispielsweise Kassen, Telefonie oder Fernwartung absichern, Mobilfunk und Starlink lassen sich auch als aktive Pfade nutzen. Eingehende IPv4-Verbindungen können durch CGNAT eingeschränkt sein. Öffentliche IPv4/IPv6 und Erreichbarkeit prüfen wir für den konkreten Tarif.
Zwei Leitungen schützen nicht vor dem Ausfall des einzigen Routers. Für Geräte-HA planen wir zusätzlich zwei CPEs und eine redundante Übergabe, etwa mit VRRP für IPv4/IPv6. Auch Kundenfirewall, Stromversorgung und Verkabelung zählen dazu. Bei IP Access Flex ist der zweite CPE eine optionale Erweiterung.
BGP kommt für eigene IPv4-/IPv6-Präfixe und geeignete Provider- oder Transit-Anbindungen infrage. Ein MPLS-Overlay kann mehrere Standorte über Tunnel verbinden und Verkehr gezielt auf verfügbare Wege verteilen. Dafür sind passende Gegenstellen und Routing erforderlich. Mehr zu BGP & Multi-Provider.
Die Anschlüsse bleiben separate Providerverträge. Einrichtung, benötigte Hardware und optionaler Betrieb richten sich nach Bestand und Leistungsumfang. IP Access Flex enthält CPE, feste IPv4/IPv6, Failover und Monitoring. Monatspreise, Einrichtung und Router-HA stehen in der Preisübersicht.
Redundante Anbindung sichert die Zugangswege eines Standortes ab. Standortvernetzung verbindet die Netze mehrerer Niederlassungen, beispielsweise für zentrale Anwendungen und VPN-Verbindungen. Beide Anforderungen lassen sich kombinieren.
Der nächste Schritt
Wie lässt sich Ihre Anbindung redundant umsetzen?
Beschreiben Sie kurz Ihre Anschlüsse, Firewall und kritischen Dienste. Wir prüfen mit Ihnen, welche Lösung zum Bestand passt, welche Fragen noch offen sind und welchen Leistungsumfang Sie benötigen. Leitungsprüfung, Routerwechsel und Failover-Test begleiten wir bei Unternehmen im Raum Stuttgart und in Baden-Württemberg bei Bedarf vor Ort, Planung und Monitoring funktionieren bundesweit.