LINOXA IP Access Flex

Feste öffentliche IPs über jeden Anschluss.

IP Access Flex – der Managed WAN Service von LINOXA.

Feste öffentliche IPv4- und IPv6-Adressen für Unternehmensstandorte: einzeln, als geroutetes Subnetz oder per BGP/IP-Transit.

Deutsches Rechenzentrum in Böblingen, Baden-Württemberg.

Ab 199 € netto im Monat, Router und Betrieb enthalten.

Ein Standort mit Managed Router ist über Glasfaser, VDSL und 5G parallel mit dem Rechenzentrum verbunden; die feste IP-Adresse aus dem Internet endet am Standort.Ihr StandortManaged RouterRechenzentrumInternetGlasfaserVDSLLTE / 5GFeste IP

01

Redundanz
in beide Richtungen.

Auch bei einem Leitungsausfall bleiben VPN-Gegenstellen, EDI-Schnittstellen und Fernwartung über den Ersatzweg erreichbar.

Auch hinter CGNAT – etwa über 5G oder Starlink

02

Compliance-Anforderungen?
Dedizierte Hardware.

Ihre Lösung läuft getrennt von anderen Kunden auf eigener Hardware. Wir planen, bauen und betreiben sie individuell nach Ihren Anforderungen.

03

Mehrere Standorte.
Ein gemeinsames Netz.

Wir verbinden Ihre Standorte in einer eigenen VRF, auf Wunsch mehrere je Standort für getrennte Netze.

Local Breakout

Was über die feste IP laufen soll, entscheiden Sie. Der Rest geht direkt ins Internet.

Qualität der Pfade

Verlust, Latenz und Jitter je Leitung, laufend gemessen. Daraus steuern wir Pfadwahl, QoS und Policy-Based Routing für priorisierte Dienste.

Betrieb mit SLA

Monitoring, Wartung und Support mit fester Reaktionszeit per SLA, dazu ein Netzwerktechniker als persönlicher Ansprechpartner.

Im Grundpreis enthalten

Managed Enterprise-Router am Standort, Failover über Ihre Anschlüsse und Monitoring.

Die Technik dahinter

Wir kochen auch nur mit Wasser.

Im Prinzip nehmen wir Ihre bestehenden Internetanschlüsse, egal von welchem Provider und über welches Medium, und legen darüber einen WAN-Service, der über ein Rechenzentrum läuft.

Keine Magie, sondern Erfahrung aus dem ISP-Umfeld.

Sie ersetzen benötigtes Know-how, Hardware-Invest, Wartung und Support durch einen Managed Service, der das alles enthält, mit SLA nach Ihrem Bedarf.

Als Router setzen wir Comware-9-basierte Enterprise-Router von H3C ein, vielen vielleicht bekannt als HPE FlexNetwork. Die MSR-Serie als CPE an Ihrem Standort, die SR-Serie im Rechenzentrum. Dazu kommen klassische Netzwerkprotokolle, verschlüsselte Tunnel, dynamisches Routing und ein nach ISO 27001, EN 50600 Level 3 und TSI Level 3 zertifiziertes Rechenzentrum von AtlasEdge in Böblingen als Drehscheibe.

  1. 01

    Am Standort

    Ein Enterprise-Router (CPE) hängt an den Anschlüssen, die Sie schon haben.

    Im erweiterten Redundanzaufbau sind es zwei. Medium und Provider sind frei: Glasfaser, VDSL, LTE/5G, Starlink, Richtfunk. Der CPE braucht nur einen Weg ins Internet, auch hinter CGNAT oder an einem Access-Port Ihres Netzes. Wo er sitzt, entscheiden Sie.

  2. 02

    Die Tunnel

    Über jeden Anschluss baut der CPE zwei verschlüsselte Tunnel ins Rechenzentrum auf.

    Je einen zu jedem Border-Gateway-Router. Bei zwei Anschlüssen stehen also vier Wege gleichzeitig. IKEv2 mit AES-256 und SHA-256, die Nutzdaten per ESP mit AES-GCM-256, Diffie-Hellman-Gruppe 19 mit Perfect Forward Secrecy, nach BSI TR-02102-3.

  3. 03

    Das Routing

    Dynamisches Routing mit schneller Konvergenz wählt den Weg über die Tunnel.

    Der CPE misst jeden Pfad auf Verlust, Latenz und Jitter und entscheidet danach; ein Schwenk dauert in der Regel unter einer Sekunde. Wo es nötig ist, kommen QoS und Policy-Based Routing dazu, eingehend wie ausgehend, etwa für VoIP, VPN oder EDI.

  4. 04

    Die feste IP

    Ihre feste IPv4- und IPv6-Adresse endet im Rechenzentrum, nicht am Anschluss.

    Adresse oder Prefix liegen in Ihrem Kunden-VRF und werden von dort durch die Tunnel zu Ihnen geroutet. Welcher Anschluss gerade trägt, sieht von außen niemand. Übergabe an Ihre Firewall per PPPoE, als geroutetes Subnetz oder per eBGP/IP-Transit.

  5. 05

    Die Drehscheibe

    Mehrere Standorte sind über das Rechenzentrum vernetzt, ohne eigenes Site-to-Site-Geflecht.

    Sie landen im selben VRF oder, wenn Sie getrennte Netze brauchen, in standortbezogenen VRFs. Über dedizierte Ports können Sie eigene Hardware im Rechenzentrum platzieren.

Netzplan: Der Hauptstandort hat zwei CPE-Router als HA-Paar mit VRRP, Produktion und Niederlassung je einen CPE. Über die vorhandenen Internetanschlüsse, etwa Glasfaser, VDSL oder 5G, laufen verschlüsselte Tunnel zu zwei Border-Gateways im Rechenzentrum Böblingen und enden dort im Kunden-VRF. Über Upstream und Transit sind feste IPv4- und IPv6-Adressen ein- und ausgehend erreichbar. Optional: eigenes Kunden-Rack per Co-Location, LINOXA IaaS mit VM-Cluster sowie ein zweites Kunden-VRF, zum Beispiel mit Firewall/WAF als zentraler Internet-Breakout für die Standorte.RechenzentrumHauptstandort2 CPE, VRRPHAProduktion1 CPENiederlassung1 CPEBorder-Gateway 2Routing /VXLAN- EVPN 
Kunden-VRF 1Internet 1
Glasfaser, VDSL, 5G ...
Kunden-VRF 2Border-Gateway 1Kunden-RackCo-LocationKunden-HardwareLINOXA IaaSVM-ClusterInternet 2
Glasfaser, VDSL, 5G ...
OVN /VLAN
Von jedem Standort per Routing und/oder VXLAN ins Kunden-VRF
IP Access Flex – Managed WAN Service
Beispielaufbau: Optional mit Anbindung an ein eigenes Rack und/oder LINOXA IaaS. Routing und/oder EVPN-VXLAN Tunnel möglich.
z. B. Firewall/WAF für
Internet-Breakout
Schickardstraße 19, 71034 Böblingen
Upstream / Transit
IPv4 / IPv6
Internet-Breakout für Standorte
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Beispielaufbau: drei Standorte mit einem oder zwei CPE; verschlüsselte Tunnel über die vorhandenen Anschlüsse in das Kunden-VRF in Böblingen; feste IPv4/IPv6 über Upstream/Transit; optional eigenes Rack, LINOXA IaaS und zentraler Internet-Breakout.

Local Breakout

Nicht Ihr ganzer Internetverkehr muss über das Rechenzentrum laufen.

Sie entscheiden, was am CPE über das Rechenzentrum geroutet werden soll oder muss. Einfachen Verkehr, etwa das Surfen im Internet, leitet der CPE direkt über den Anschluss ab. Auch diese Dienste sind damit redundant angebunden: Fällt ein Anschluss aus, nimmt das Surfen einen anderen Weg über eine vorhandene aktive Internetverbindung. Die Bandbreite, die Sie bei uns buchen, bemisst sich deshalb nach dem Traffic über das Rechenzentrum, nicht nach der Größe Ihres Anschlusses.

Wie Local Breakout technisch läuft

Preise

Feste IP-Adresse ab 199 € im Monat – transparente Preise.

Im Grundpreis enthalten

  • Eine feste IPv4-Adresse und ein IPv6-Prefix ab /56
  • Managed Enterprise-Router (CPE) am Standort
  • Failover über Ihre Access-Medien
  • Monitoring
  • Traffic-Flatrate ohne Volumengrenze

IP Access Flex läuft über Ihre bestehenden Internetanschlüsse (Glasfaser, VDSL, Kabel, LTE/5G, Starlink); die Anschlussverträge bleiben bei Ihnen und Ihren Providern. Für einen 5G-Zweitweg prüfen wir vor Ort Signal, Anbieter, Antenne und Montageort, um aus dem Mobilfunk die bestmögliche Leistung herauszuholen. Sollte eine Außenmontage der Antenne erforderlich sein, vermitteln wir sie bei Bedarf an spezialisierte Partner.

Grundpreis nach Bandbreitenstufe

bis 100 Mbit/s 199 € / Monat
bis 200 Mbit/s 259 € / Monat
bis 300 Mbit/s 329 € / Monat
bis 500 Mbit/s 429 € / Monat

Die Stufe gilt symmetrisch und ist die Obergrenze für den Verkehr über die feste IP, keine Bandbreitengarantie. Grundlage ist, was die Anschlüsse am Standort liefern.

Laufzeit und Einrichtung

Laufzeit Monatspreis Einrichtung
12 Monate +15 % 990 €
24 Monate Listenpreis 590 €
36 Monate −5 % 390 €
48 Monate −8 % 290 €
60 Monate −10 % 190 €

Die Listenpreise gelten bei 24 Monaten Laufzeit. Eine kürzere Laufzeit erhöht den Monatspreis, eine längere senkt ihn und die Einrichtung.

Zusätzliche IP-Adressen & Optionen

Zusätzliche Einzel-IPv4 3 € / Monat
Geroutetes /29 – 6 nutzbare IPs 19 € / Monat
Geroutetes /28 – 14 nutzbare IPs 35 € / Monat
Redundante Übergabe (zweiter Router) +89 € / Monat
Managed 5G-Gateway als Zusatzweg (Gerät, Betrieb, Support) +79 € / Monat

IPv4-Adressen und geroutete Netze mieten Sie monatlich dazu, jeweils gegen einmalige Bereitstellungsgebühr. Beim 5G-Gateway sind SIM-Karte, Mobilfunktarif, Außenantennen und Montage nicht enthalten. Größere Netze (/27 und mehr), über 500 Mbit/s, BGP/IP-Transit sowie SLA-Stufen mit garantierter Entstörzeit kalkulieren wir individuell auf Anfrage.

Alle Preise netto zzgl. USt., Stand September 2026. Sie richten sich an Unternehmer und sind freibleibend: Verbindlich ist ausschließlich unser schriftliches Angebot, Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten.

Angebot für Ihren Standort anfragen

Teststellung

Erst testen, dann entscheiden.

Mit der Teststellung prüfen Sie Latenz, Failover und Erreichbarkeit vorab und überzeugen sich von der Qualität unseres Managed WAN Service.

  1. 1

    Anfrage

    Sie senden das Formular ab, wir melden uns zur kurzen Abstimmung, danach geht der Router per Post zu Ihnen.

  2. 2

    Router anschließen

    Sie erhalten einen vorkonfigurierten Router mit zwei WAN-Ports, die ihre Adresse per DHCP von Ihren vorhandenen Anschlüssen beziehen. Eine feste IP, bis 100 Mbit/s, kleinste Stufe, ohne Optimierungen. Sie testen mit echtem Verkehr: Latenz, Failover, VPN-Gegenstellen, Whitelists bei Partnern. Die Teststellung läuft 14 Tage, bei Bedarf verlängern wir. Sie ist kostenfrei, für den Router gibt es einen kurzen Leihvertrag.

  3. 3

    Entscheidung

    Sie erhalten die Messwerte aus der Teststellung und das Angebot für den Regelbetrieb. Auf dieser Grundlage entscheiden Sie. Der Router geht danach zurück oder bleibt im Regelbetrieb.

Eckdaten vorab im Datenblatt

Teststellung anfragen

Vorhandene Anschlüsse am Hauptstandort

Ausbaustufen

Sechs Ausbaustufen – vom gerouteten Netz bis zum eigenen Rack.

Der Einstieg ist die feste IP mit Failover. Jede weitere Stufe kommt dazu, wenn Ihr Standort sie braucht. Wir bauen, was Sie brauchen. Grundlegend entscheidet die Technik, was machbar ist.

Prefix

Geroutetes öffentliches Netz

Ein geroutetes Netz, /29, /28 oder größer, für Ihre eigenen Dienste: Ihr Mailserver, Reverse Proxy, Ihre DMZ oder getrennte NAT-Pools bekommen je eine eigene öffentliche Adresse, ohne Portforwarding. Einzeladressen und Netze mieten Sie monatlich dazu.

Transit

BGP / IP-Transit

Für eigene Prefixe und eigene Routing-Infrastruktur: Übergabe per eBGP, auf Wunsch mit Ihrer AS-Nummer.

Mehr zu BGP und Multi-Provider

HA

Redundante Übergabe

Zweiter CPE am Hauptstandort. Übergabe per VRRP als Active/Standby oder, wo die Architektur es hergibt, aktiv/aktiv per ECMP oder L2/L3-LACP.

TE

Traffic Engineering

Traffic Engineering legt je Dienst den Pfad fest, gesteuert per Qualitätsmessung: VoIP über Glasfaser, EDI über VDSL, Backups über LTE/5G, eingehend wie ausgehend. Fällt ein Pfad aus oder bricht seine Qualität ein, übernehmen die anderen, die Adressen bleiben.

Standorte

Standortvernetzung

Mehrere Standorte landen im selben Kunden-VRF und sind darüber miteinander vernetzt, ohne eigenes Site-to-Site-Geflecht. Getrennte Netze je Standort auf Wunsch.

Mehr zur Standortvernetzung

Colo

Colocation im Rechenzentrum

Eigene Hardware im Rechenzentrum Böblingen, per dediziertem Port direkt an Ihrem Kunden-VRF: eigenes Rack, auf Wunsch LINOXA IaaS und zentraler Internet-Breakout für alle Standorte.

Für wen

Feste öffentliche IP über mehrere Provider, Glasfaser, DSL, LTE/5G oder Starlink – typische Einsatzfälle.

Nicht die Firmengröße entscheidet, sondern die Abhängigkeit: Ein Dienst muss von außen erreichbar bleiben, unabhängig davon, welcher Anschluss gerade trägt. Fünf Situationen aus unserer Praxis.

Glasfaser + Kabel · 2× VDSL · LTE

Mehrere Anschlüsse, mehrere Provider

Mehrere Wege, aber je eine eigene IP-Adresse, und eingehend zählt nur eine davon.

Telekom-Glasfaser plus Vodafone-Kabel, VDSL von zwei Anbietern, dazu LTE/5G als dritter Weg. IP Access Flex legt eine feste IP über alle Anschlüsse, aktiv/aktiv oder als Failover, unabhängig von den Providern.

5G + VDSL · CGNAT

Schnelles 5G, schwaches Festnetz

5G liefert mehrere hundert Mbit/s, taugt aber wegen CGNAT nicht als Festnetz-Ersatz.

Am Standort liegt nur VDSL. Hinter CGNAT und wechselnder IP ist der Standort über 5G von außen nicht erreichbar. Mit IP Access Flex wird 5G zum Hauptpfad mit fester IP, das VDSL bleibt Reserve- oder Managementpfad.

VPN · Whitelists · Mailserver

VPN, Whitelists und öffentliche Dienste

Wechselt die Provider-IP, brechen VPN, Whitelists und Mailserver ab.

Client-VPN, Partner-VPN, SaaS-Whitelists und der Mailserver zeigen heute auf eine Provider-IP. Mit einer festen IP über allen Anschlüssen bleiben Ziel- und Quell-IP gleich, mit einem gerouteten Prefix bekommt jeder Dienst eine eigene Adresse, ohne Portforwarding.

EDI · API · ERP

EDI- & Partner-Schnittstellen

Aufträge und Lieferdaten laufen per EDI oder API direkt ins ERP, mit fest hinterlegter IP.

Logistik, Handel, Zulieferer: Auf beiden Seiten ist die IP fest hinterlegt. Fällt die Hauptleitung aus, bleibt die Schnittstelle über LTE/5G oder Starlink unter derselben IP erreichbar, beim Partner ohne neues Whitelisting und ohne DNS-Änderung.

MSP · Filialen · Baustellen

Systemhäuser für ihre Kunden

Sie betreuen Standorte Ihrer Kunden und brauchen die feste IP wiederholbar.

Filiale auf der Alb, Baustelle mit Starlink, Kunde mit zwei VDSL-Anschlüssen von zwei Providern: Wir liefern Anschluss, CPE und Betrieb im Hintergrund, mit technischem Ansprechpartner für Sie. Ihr Kunde bleibt Ihr Kunde.

Local Breakout

Local Breakout spart Bandbreite, und damit Geld.

Sie buchen bei uns nur die Bandbreite für den Traffic, der die feste IP-Adresse braucht. Surfen, Updates und Cloud-Dienste laufen direkt über Ihren Anschluss, mit dessen voller Geschwindigkeit. An einem Gigabit-Anschluss reicht so oft die kleinste Stufe. Das Split-Tunneling übernimmt der Router per Policy-Based Routing. Wer alles über die feste IP führen will, etwa mit zentraler Firewall im Rechenzentrum, fährt Voll-Tunnel statt Local Breakout. Beides ist eine Frage der Konfiguration.

Infografik: Local Breakout am LINOXA CPE-Router Infografik: Der LINOXA CPE-Router am Standort teilt den Verkehr per Policy-Based Routing. VPN, EDI-Schnittstellen, Whitelisting-Ziele und VoIP laufen über die feste IP von IP Access Flex, allgemeines Surfen und Updates gehen direkt über den vorhandenen Anschluss ins Internet. feste öffentliche IP Local Breakout Ihr Netzwerk Firewall · Standort-LAN LINOXA CPE Enterprise-Router · Policy-Based Routing IP Access Flex VPN · EDI · Whitelisting · VoIP eingehend & ausgehend erreichbar Internet direkt volle Anschlussgeschwindigkeit

Datenblatt

Von fester IP bis IP-Transit – die Eckdaten.

Die technischen Eckdaten vor dem ersten Gespräch. Alles Weitere klären wir im Erstgespräch oder in der Teststellung.

Datenblatt IP Access Flex

Stand September 2026

Übergabe am Standort
Ethernet am CPE: statisch, DHCP, PPPoE oder eBGP, an Ihre Firewall, Ihren Router oder einen Access-Port. Der Verkehr kommt eins zu eins an, ohne Filter.
Adressen
Feste öffentliche IPv4 einzeln oder als geroutetes Prefix (/29, /28, größer auf Anfrage), dazu ein IPv6-Prefix, mindestens /56, nach Bedarf größer. Eigene Prefixe per BGP/IP-Transit.
Anschlüsse je Standort
Mehrere WAN-Anschlüsse je Standort, Medium und Provider frei. Die Anzahl begrenzt nur der Router: Combo-, SFP+- und GE-Ports als WAN, dazu LTE/5G-Module.
Tunnel
Je Anschluss zwei IPsec-Tunnel, einer zu jedem Border-Gateway. IKEv2 mit AES-256/SHA-256, ESP mit AES-GCM-256, Diffie-Hellman-Gruppe 19 mit Perfect Forward Secrecy, nach BSI TR-02102-3.
Routing und Failover
Dynamisches Routing mit Pfadmessung auf Verlust, Latenz und Jitter, Traffic Engineering je Dienst optional. Der Schwenk dauert in der Regel unter einer Sekunde und ändert die IP nicht, eingehend wie ausgehend.
Local Breakout
Per Policy-Based Routing am CPE oder über getrennte Uplinks, mit voller Anschlussgeschwindigkeit.
MTU
1400 Byte im Tunnel, TCP-MSS wird am CPE angepasst. IPsec kostet rund 60 Byte je Paket, PPPoE 8 Byte mehr.
Latenz ab Rechenzentrum
Ø 1,9 ms zu 1.1.1.1, 6,3 ms zu 8.8.8.8, 11,3 ms zu heise.de.
Hardware
H3C MSR2630E-X1 als managed CPE im Grundpreis, HA-Paar mit VRRP, L2/L3-LACP oder BGP optional. H3C SR als Border-Gateways im Rechenzentrum.
Rechenzentrum
AtlasEdge STR001 in Böblingen, Baden-Württemberg, carrier-neutral. Zertifiziert nach ISO 27001, EN 50600 Level 3, TSI Level 3, ISO 9001, ISO 50001, PCI DSS und ISAE 3402 Typ 2. Zwei Border-Gateways, eigenes Kunden-VRF, optional Rack, IaaS und zentraler Breakout.
Betrieb
Monitoring von Leitungen, Tunnel und Failover inklusive, Firmware und Konfiguration in geplanten Wartungsfenstern, Third-Level-Support mit fester Reaktionszeit per SLA, persönlicher Ansprechpartner. Wartungsfenster Samstag 22 bis Sonntag 5 Uhr, sicherheitskritische Patches auch kurzfristig außerhalb. Auf Wunsch SNMPv3 am CPE für Ihr eigenes Monitoring.
Vertrag
Laufzeit 12 bis 60 Monate, Einrichtung je nach Laufzeit 190 bis 990 €. Bandbreitenstufen 100 bis 500 Mbit/s symmetrisch, darüber auf Anfrage, Datenvolumen als Flatrate ohne Volumengrenze.

Der Router im Grundpreis: H3C MSR2630E-X1

Comware 9 · 1 HE

H3C MSR2630E-X1: Front mit 2× GE Combo, 3× 10GE SFP+ und 8× GE RJ45, Rückseite mit zwei SIC-Steckplätzen
Anschlüsse
3× 10GE SFP+ (zwei davon als Layer-2-Ports schaltbar), 2× GE Combo, 8× GE RJ45 (als LAN oder Layer-3-WAN nutzbar), USB, Konsole.
Durchsatz
Layer 3 bis 10 Gbit/s (IMIX), mit ACL, NAT und QoS 5,5 Gbit/s. IPsec 5 Gbit/s bei 1400 Byte, von Tolly mit 5,19 Gbit/s gemessen.
Routing
BGP, OSPF, IS-IS, ECMP, Policy-Based Routing, VRRP, BFD ab 10 ms, NQA. 200.000 Routen, 128 BGP-Nachbarn.
Tunnel und NAT
IPsec mit IKEv1/v2, GRE, VXLAN/EVPN, MPLS. 1.000.000 NAT-Sessions.
Erweiterung
Zwei SIC-Steckplätze im laufenden Betrieb tauschbar, unter anderem für LTE-Cat6- oder 5G-Module.
System
Comware 9, Multi-Core-CPU 2,2 GHz, 4 GB RAM, 4 GB eMMC.
Bauform
1 HE, 44 × 360 × 300 mm, 3,15 kg, maximal 54 W, 100 bis 240 V, 0 bis 45 °C.

Quellen: H3C-Datenblatt MSR2600-Serie und Tolly Test Report #225126 (Testdaten Dezember 2024, Report März 2025). Herstellerangaben, kein Bestandteil des SLA.

Sie haben Fragen?

FAQ

Antworten auf typische Fragen zu festen öffentlichen IPs, gerouteten Prefixen, Tunnel-Overlay, IP-Transit und redundanten Übergaben am Standort.

IP Access Flex besprechen

Eine feste öffentliche IP-Adresse ist eine dauerhaft gleichbleibende, global eindeutige IPv4- oder IPv6-Adresse, über die ein Standort oder Dienst aus dem Internet erreichbar ist. Im Gegensatz zu dynamisch zugewiesenen Adressen ändert sie sich bei Verbindungswechsel oder Providerwechsel nicht. Sie ist Voraussetzung für stabile VPN-Endpunkte, DNS-Einträge und Firewall-Freigaben bei Partnern oder in der Cloud.

Nicht als Produktkategorie. SD-WAN beschreibt meist ein Overlay mit zentraler Steuerung, Orchestrierung und Policy-Verwaltung. LINOXA IP Access Flex erreicht technisch viele derselben Ziele: Failover, Pfadwahl, Monitoring, QoS und Traffic Engineering über mehrere Access-Medien. Der Unterschied ist, dass wir dafür die vorhandenen Routing- und Netzwerkprotokolle planen, konfigurieren und betreiben, statt eine zentrale SD-WAN-Steuerung darüberzulegen. Im Kern ist IP Access Flex ein Public-IP-, Prefix- und optionaler Transit-Access-Service mit kontrollierter Inbound-Erreichbarkeit. Am Markt heißt dieses Prinzip auch Managed SD-Internet, Business Internet oder Corporate Internet mit fester IP, Fixed-IP-Failover, Managed WAN-Bonding oder Cloud-Gateway-Routing: ein Overlay über Ihre vorhandenen Anschlüsse, dessen feste IP im Rechenzentrum liegt.

Weil Sie Transport kaufen, keinen Security-Stack. Managed-SD-WAN-Pakete enthalten meist Next-Generation-Firewall-Lizenzen je Box und eine zentrale Orchestrierung für viele Standorte. Beides brauchen Sie für einen Standort mit eigener Firewall nicht. IP Access Flex besteht aus dem CPE, den verschlüsselten Tunneln, Ihrem Kunden-VRF im Rechenzentrum und dem Betrieb. Die Sicherheit bleibt auf Ihrer Firewall, und was Sie zusätzlich brauchen, buchen Sie dazu: zweiter CPE, größeres Prefix, BGP.

Ja. Genau dafür ist die Lösung gedacht. Ihre Firewall, Ihr Router, Ihre FRITZ!Box oder Ihr Firewall-Cluster kann weiter am Übergabepunkt betrieben werden. LINOXA IP Access Flex liefert die stabile öffentliche IP-Übergabe und die Access-Redundanz davor.

Nein. Wir leiten den Verkehr eins zu eins an Ihren Übergabepunkt, ohne Filter und ohne Blockierungen. Was ankommen darf, entscheidet Ihre Firewall. Wir überwachen die Adresse und melden uns, wenn dort etwas Unerwartetes lauscht, etwa ein offener DNS-Resolver.

Das Monitoring erkennt ungewöhnliche Lastspitzen auf Ihrer Adresse. Bei einem volumetrischen Angriff nehmen wir die betroffene Adresse per Blackhole-Routing beim Upstream aus dem Verkehr, damit der Angriff weder Ihre Anschlüsse noch die Plattform trifft. Über diese Adresse ist der Standort dann so lange nicht erreichbar, wie der Angriff läuft; ausgehend bleibt er per Local Breakout online, und sobald der Angriff abklingt, geht die Adresse wieder in Betrieb. Eine Filterung des Angriffsverkehrs mit Weiterleitung des sauberen Anteils (Scrubbing) bieten wir als Option auf Anfrage an.

Nein. Am CPE-Router ist selektives Tunneling (Local Breakout) möglich: Über die feste IP läuft nur der Verkehr, der sie wirklich braucht, etwa eingehende Verbindungen, Partner-VPNs, Dienste mit Whitelisting oder VoIP. Allgemeines Surfen und Updates gehen direkt über das Access-Medium ins Internet, mit dessen voller Geschwindigkeit: Liefert der 5G-Anschluss 500 Mbit/s, steht das fürs Surfen komplett zur Verfügung, auch wenn nur die 100-Mbit-Stufe gebucht ist. Ob Voll-Tunnel oder Breakout, ein Uplink mit Policy-Based Routing oder getrennte Uplinks: das Netzwerkdesign stimmen wir mit Ihnen ab.

Ja, wenn der Standort ausgehend erreichbar ist und die Lösung passend geplant wird. Die feste öffentliche IP oder das geroutete Netz hängt dann nicht am lokalen Mobilfunk- oder Satellitenprovider, sondern wird über LINOXA IP Access Flex am Standort nutzbar gemacht. So lässt sich CGNAT sauber umgehen: Statt DynDNS-Behelfen bekommt der Standort über 5G feste IP-Adressen, genauso über LTE, Starlink oder DSL, und zwar echte statische Adressen.

Nein, keine echte statische. Standardmäßig sitzt Starlink hinter CGNAT, und auch die „Public IP" der Priority-/Business-Tarife ist zwar öffentlich routbar, aber nicht garantiert dauerhaft gleich. Wer über Starlink feste IPv4-Adressen braucht, etwa für VPN-Endpunkte, Firewall-Freigaben oder Partner-Schnittstellen, bekommt sie über LINOXA IP Access Flex unabhängig von Starlink bereitgestellt. So hat auch ein Standort mit Starlink feste IP-Adressen, IPv4 und IPv6, auf Wunsch parallel über weitere Access-Medien.

In Geschäftskundentarifen oft ja, gegen Aufpreis: Über DSL feste IP-Adressen zu bekommen ist Standard, bei Glasfaser hängt es vom Produkt ab; in beiden Fällen eine IPv4, gebunden an genau diesen Anschluss. Viele Glasfaser- und Kabelprodukte liefern dagegen nur DS-Lite oder CGNAT, Mobilfunk und Starlink ohnehin. Und die feste IP vom Provider hilft nicht weiter, wenn der Anschluss ausfällt oder Sie den Anbieter wechseln. IP Access Flex legt die Adresse über alle Anschlüsse des Standorts, ob Telekom, Vodafone, Pyur, Deutsche Glasfaser oder 5G, und sie bleibt bei einem Providerwechsel erhalten.

Eine Fixed-IP-SIM liefert über LTE feste IP-Adressen für genau einen LTE-Router oder Mobilfunk-Anschluss und ist dafür ein bewährtes Werkzeug. Sie bleibt aber an dieses eine Medium gebunden: Fällt das Mobilfunknetz aus oder schwächelt die Funkzelle, ist der Standort unter dieser IP nicht mehr erreichbar. IP Access Flex legt die feste IP über alle vorhandenen Access-Medien gleichzeitig, der Schwenk auf VDSL, Glasfaser oder Starlink passiert automatisch, eingehend wie ausgehend.

Ein LTE- oder 5G-Backup hält den ausgehenden Verkehr am Laufen, bekommt aber eine andere, meist wechselnde IP-Adresse hinter CGNAT. Eingehend bricht damit alles ab, was auf die bisherige Adresse zeigt: VPN-Tunnel, EDI- und API-Schnittstellen, Whitelists bei Partnern und Cloud-Diensten. Erst eine feste IP-Adresse über alle Pfade, eine redundante IP statt nur einer redundanten Leitung, macht das Backup auch für eingehende Verbindungen vollwertig. Muss kein Dienst von außen erreichbar bleiben, genügt eine redundante Anbindung mit klassischem Failover.

Aus dem Rechenzentrum heraus wenig: Am 02.09.2026 lagen wir im Schnitt bei 1,9 ms zu 1.1.1.1, 6,3 ms zu 8.8.8.8 und 11,3 ms zu heise.de. Dazu kommt Ihre Strecke bis Böblingen. Über Glasfaser oder VDSL in Baden-Württemberg sind das typischerweise wenige Millisekunden, über LTE/5G und Starlink bestimmt ohnehin die Zugangsstrecke die Latenz. Für Standorte weit außerhalb der Region wird der Umweg spürbarer, genau dafür gibt es die Teststellung.

Dasselbe wie jedes Site-to-Site-VPN, das Sie heute schon betreiben: rund 60 Byte je Paket, bei PPPoE 8 Byte mehr. Wir fahren den Tunnel mit 1400 Byte MTU und passen die TCP-MSS am CPE an. Wer bereits VPN einsetzt, kennt die Größenordnung und merkt in der Regel nichts davon.

Die Kosten für eine feste IP-Adresse über IP Access Flex: ab 199 € netto im Monat bei 24 Monaten Laufzeit, bis 100 Mbit/s als Flatrate, inklusive einer festen IPv4-Adresse, IPv6-Prefix, managed CPE-Router, Failover und Monitoring, zzgl. Einrichtung zwischen 190 und 990 € je nach Laufzeit. Weitere Bandbreitenstufen, zusätzliche Einzel-IPs ab 3 € und geroutete Netze (/29, /28) stehen in der Preisübersicht; BGP/IP-Transit und größere Netze kalkulieren wir auf Anfrage. Öffentliche IPv4-Adressen sind knapp und werden üblicherweise gemietet statt gekauft, die Adresse ist deshalb monatlicher Bestandteil des Anschlusses.

Ja. Mit DMVPN oder ADVPN und NAT-Traversal bauen Standorte hinter CGNAT oder mit wechselnder Adresse den Tunnel ausgehend zum Hub auf; es reicht, wenn der Hub eine feste IP hat. Eine feste IP am Standort brauchen Sie, wenn dieser Standort selbst der Hub ist, wenn Partner oder Kunden mit fest hinterlegter Gegenstelle auf ihn zugreifen oder wenn Sie die Gegenseite nicht selbst konfigurieren. Dafür liefert IP Access Flex die feste Adresse über alle Anschlüsse des Standorts, unabhängig davon, über welches Medium er gerade online ist.

Nicht zwingend. Viele Szenarien funktionieren mit einer festen IP oder einem von LINOXA bereitgestellten gerouteten Prefix. Eine BGP-Übergabe ist optional und sinnvoll, wenn eigene Routinganforderungen, eigene Prefixe oder Enterprise-Designs dazukommen. Wer eigene Prefixe über mehrere Carrier mit vollständiger BGP-Edge betreiben will, ist bei BGP & Multi-Provider richtig.

Für viele Unternehmensstandorte ja, weil die Einstiegshürde niedriger ist und keine vollständige Dual-Carrier-BGP-Edge am Standort betrieben werden muss. Für Carrier, Rechenzentrumsbetreiber oder sehr große Routing-Umgebungen kann klassisches Multihoming weiterhin die richtige Architektur sein.

Adressen aus dem LINOXA-Bereich bleiben bei LINOXA, wie bei jedem Provider. Wer eigene PI-Adressen oder eine eigene AS-Nummer per BGP einbringt, nimmt sie mit. Ihre Firewall und Ihr internes Netz bleiben in beiden Fällen unverändert, der Rückbau ist das Abklemmen des CPE.

Der nächste Schritt

Sprechen wir über die Anbindung Ihres Standorts.

Für ein Angebot, eine Rückfrage zum Datenblatt oder ein individuelles Setup mit eigenem Rack, BGP oder mehreren Standorten. Nennen Sie uns die Anschlüsse am Standort (Glasfaser, VDSL, Kabel, LTE/5G, Starlink) und was eingehend erreichbar bleiben muss; Sie erhalten eine technische Einschätzung von einem unserer Netzwerktechniker. Verfügbarkeit und Leitungswege hängen vom Standort ab. IP Access Flex liefern wir deutschlandweit, geplant und betrieben aus Böblingen in Baden-Württemberg.

Direkt per E-Mail oder Formular ausfüllen